Wählen Sie!

Die Zweibrücker Sportlerwahl feiert Silberhochzeit: Zum 25. Mal stellt Ihnen die Lokalredaktion Zweibrücken der RHEINPFALZ heute fünf Sportlerinnen, fünf Sportler und fünf Mannschaften vor, die aus unserer Sicht im abgelaufenen Jahr Außergewöhnliches geleistet haben. 1991 ging’s in Zweibrücken los mit der Sportlerwahl, RHEINPFALZ-weit ist die Zweibrücker Ausgabe damit eine der ältesten. In all den Jahren hat sich die Sportlerwahl, was die Kandidaten angeht, ganz schön verändert: Von einem kleinen Städtchen hat sich Zweibrücken inzwischen zu einer Sportgröße im Südwesten entwickelt. Da gab es Weltmeister im Stabhochsprung, Olympia-Teilnehmer, und immer mehr unserer Sportler sind überregional oder sogar auf nationaler Ebene aktiv. Und in diesem Jahr stellen wir sogar einen Fußball-Weltmeister zur Wahl, eigentlich fehlt jetzt nur noch ein Olympiasieger aus Zweibrücken.

In 25 Jahren haben Sie uns rund 40 000 Stimmzettel zugeschickt. Auch wir gehen mit der Zeit, seit letztem Jahr können Sie online im Internet für Ihre Favoriten abstimmen. Bis zum Einsendeschluss am 19. Januar 2015 haben sie mehrfach Gelegenheit, abzustimmen. Festgelegte Wahlkriterien für die Auswahl unserer Kandidaten waren: Die Sportler müssen aus dem Verbreitungsgebiet stammen, hier leben oder für einen hiesigen Verein starten. Sie müssen im Jahr 2014 Herausragendes geleistet haben, Titel allein zählen aber nicht. Wir schlagen nur Sportler vor, die mindestens 15 Jahre alt sind. Die RHEINPFALZ-Sportler sollen zudem leuchtende Vorbilder sein, Vorbilder im Geiste des Fair Play, des Einsatzes für andere.

Die Jugend hat es bei unserer Wahl wegen der Altersgrenze nicht leicht. Einige herausragende Leistungen werden deshalb hier noch mal gewürdigt: Der kleine Karateka Minh Doan (11) von der VT Niederauerbach wurde zum dritten Mal in Folge süddeutscher Meister, Kanute Holger Jung (12) von den Wassersportfreunden (Wsf) Zweibrücken holte Bronze bei der deutschen Schüler-Meisterschaft. Ihre Sportlerwahl-Zeit kommt ganz sicher noch!

Für alle anderen Sportler auf diesen beiden Seiten gilt: Jetzt sind Sie dran! Ankreuzen, Original-Coupon ausschneiden, abschicken und im Internet vom 5. bis 14 Januar abstimmen (www.rheinpfalz.de)! Ihre Stimme zählt!

Die zehn Einzelsportler im Porträt

Weltmeister, blutige Nasen, deutscher Rekord, viel Gold

Radsport: Felix Drumm

Radcross-Fahrer müssen schon abgehärtet sein, die äußeren Bedingungen sind häufig schwierig. Im Januar gelang Felix Drumm bei der deutschen Meisterschaft der U23-Fahrer ein richtiger Coup: Der für das Focus CX Team startende 20-Jährige gewann die Schlammschlacht im bayrischen Döhlau, fuhr nach einwöchiger Krankheitspause dabei erst mal ein Loch zum Vordermann zu und kam danach auf der schweren Strecke gut zurecht. Bei der U23-Weltmeisterschaft im niederländischen Hoogerheide lief es nicht ganz so gut: Da musste sich Drumm mit Platz 39 zufrieden geben. Nach dem Fachabitur im Sommer lebt er zurzeit ganz den Traum, Profi zu werden. Bei der Europameisterschaft im November hielten ihn in seiner Altersklasse Stürze von Konkurrenten auf, verhinderten eine bessere Platzierung als Rang 22 im Nationaltrikot. Drumms Ziel, der an der Fachhochschule Zweibrücken Betriebswirtschaftslehre (Bereich Mittelstandsökonomie) studiert, bleibt es, ein Profi-Team zu finden. „Am liebsten im Cross-Mekka Belgien.“ Mit dem Sieg in zwei Deutschland-Cup-Rennen gegen Ende des Jahres unterstrich er seine Ambitionen.

Handball: Björn Zintel

Björn Zintel hat in diesem Jahr Höhen und Tiefen erlebt – allerdings mehr Höhen. Der 18-jährige Jugend-Nationalspieler stieg zunächst mit der VTZ Saarpfalz aus der Dritten Liga Süd ab, mit dem SV 64 Zweibrücken mischte der Spielmacher in der zweiten Jahreshälfte aber wieder in der West-Staffel von Liga Drei mit. Gerade gewechselt, half er mit 27 Toren maßgeblich mit, dass die A-Junioren des SV 64 in die Bundesliga aufstiegen. Die Doppelbelastung ist hoch: In der laufenden Saison spielt Zintel sowohl im Drittliga-Team als auch in der A-Junioren-Bundesliga. Bei der U18-Europameisterschaft in Polen war er im Team von Bundestrainer Christian „Blacky“ Schwarzer zweimal bester Spieler des Spiels, wurde am Ende sogar bester Spielmacher des Turniers. Etwas enttäuschend war, dass für den Schüler des Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasiums zusammen mit seinem SV-Kollegen Jerome Müller nur der siebte EM-Platz heraussprang. Und nach der EM plagte sich Zintel lange mit Rückenproblemen, konnte er spät richtig in die Saison einsteigen. Seitdem hat er aber bewiesen, was er – vor allem auch in der Abwehr – für den SV 64 wert ist.

Fußball: Erik Durm

Diesen Aufstieg kometenhaft zu nennen, ist fast untertrieben: Erst holt Bundesliga-Trainer Jürgen Klopp Erik Durm aus der zweiten Mannschaft in die Dortmunder Erste, funktioniert ihn zum Verteidiger um. Dann debütiert der junge Kicker aus Rieschweiler-Mühlbach erst in der Bundesliga, dann in der Champions League. Dem Spiel gegen Real Madrid im April folgte einen Monat später der nächste Kracher: Bundestrainer Joachim Löw nahm den 22-Jährigen mit ins vorbereitende WM-Trainingslager der DFB-Elf in Südtirol. Und wer gedacht hatte, Löw sehe in ihm nur einen der noch zu streichenden Kandidaten, irrte sich: Erik Durm, der früher für Rieschweiler, ab der B-Jugend für den 1. FC Saarbrücken, danach für Mainz 05 II und seit 2012 für Borussia Dortmund spielte, durfte mit zur Weltmeisterschaft nach Brasilien fahren. Und auch wenn er dort keine Einsatzminuten hatte, wurde Bundestrainer Löw nicht müde zu betonen, dass auch alle Ersatzspieler großen Anteil am vierten WM-Titel der deutschen Elf hatten. Erik Durm ist Weltmeister – keine Frage, dass ihm seine Heimatgemeinde im August einen triumphalen Empfang bereitete.

Leichtathletik: Andreas Nickenig

Er läuft und läuft und läuft: Andreas Nickenig von der VT Zweibrücken hat im März bei der Hallen-Weltmeisterschaft der Senioren mit dem deutschen Team die Goldmedaille gewonnen. Dass der damals 46-Jährige überhaupt zum Crosslauf durch den Budapester Stadtpark starten konnte, stand Tage zuvor noch in den Sternen. Erst bremste eine Blinddarmreizung, dann eine Erkältung den Geschäftsführer der Pirmasenser Wawi-Gruppe aus. Unter den 46 Teilnehmern seiner Altersklasse lief er nach acht Kilometern (28:44 min) auf Platz 14, gewann mit seinen deutschen Teamkollegen Detlef Groth und Steffen Meyer die Teamwertung – samt stilechter Siegerehrung mit Nationalhymne. In der Altersklasse M45 wurde Nickenig zudem im Februar auf der Haßlocher Pferderennbahn souverän Pfalz-Crossmeister. Spannender war es bei der Landesmeisterschaft in Trier: Da konnte Nickenig den Führenden nach 6600 Metern erst kurz vor dem Ziel einholen (23:39 min). Zusammen mit Stefan Gaub und Jörg Stolle gewann er zudem den Teamtitel der VT Zweibrücken bei der Pfalzmeisterschaft im Straßenlauf über zehn Kilometer.

Leichtathletik: Fahad Sadig

Wenn das keine Leistungssteigerung ist: Im Vorjahr hatte Stabhochspringer Fahad Sadig vom LAZ Zweibrücken mit 4,23 Metern die deutsche Jugend-Meisterschaft noch verpasst. In diesem Jahr machte er es im August in Bochum besser. Viel besser: Als Sechster der Bestenliste angereist, sprang der im irakischen Bagdad geborene Sadig über 4,80 Meter (Bestleistung zuvor 4,65m). Das reichte zur Goldmedaille in der U18-Konkurrenz. Und das, obwohl der 17-Jährige erst seit zwei Jahren überhaupt den Stab zum Springen in die Hand nimmt. Nicht nur sein Trainer und LAZ-Vorsitzender Bernhard Brenner war da verblüfft. Gemeinsam mit seinen Schulkameraden (Jahrgang 1997 und jünger) vom Hofenfels-Gymnasium wurde Sadig zudem Leichtathletik-Landesmeister im Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Beim Bundesfinale in Berlin im September landeten Sadig und Co. auf Platz neun von 16 Bundesländern, nur 38 Punkte fehlten zu Platz acht. Der DLV-C-Kader-Athlet steht für den selbstbewussten Nachwuchs, das verdeutlicht er auf der LAZ-Internetseite: „Im Jahr 2016 erhoffe ich mir eine Teilnahme an Olympia in Rio“.

Judo: Jasmin Külbs

Sie arbeitet sich gerade zurück zu alter Stärke: Judoka Jasmin Külbs vom JC Zweibrücken. Im September kam die 23-jährige Sportsoldatin in Köln mit dem fünften Platz von der WM in Russland zurück, zwei Tage später lag sie auf dem Operationstisch. Das Labrum, eine Knorpellippe des Schulterblattes, musste geflickt werden. Und zwar schnell, bevor die vorolympische Saison beginnt. Die ist wichtig, weil die ersten 14 der Weltrangliste sich direkt für Rio 2016 qualifizieren. Die gebürtige Speyerin, die kommende Saison wieder für Speyer in der Bundesliga kämpft, ist auf einem guten Weg dahin. Neben WM-Platz fünf hatte die in der Wettkampfklasse über 78 Kilogramm startende Külbs das Jahr mit Silber bei der deutschen Meisterschaft begonnen, die Medaillensammlung mit Bronze bei der Europameisterschaft im Mai in Montpellier und Team-Silber ergänzt. Dazu kamen viele gute Platzierungen bei Grand Prixs, die die notwendige Wettkampfhärte bringen. Nach der OP hat Külbs ihre Trainingspensum fast verdoppelt, daneben die Zeit für ihr Pädagogikstudium genutzt. Denn vor Olympia wird das wohl eher zu kurz kommen.

Schwimmen: Marlene Hüther

In Aachen im Spätsommer fing Marlene Hüther an, auf der Kurzbahn ihre eigenen Bestzeiten zu pulverisieren. Zuvor hatte die 16-Jährige mit zweimal Silber bei der Junioren-Europameisterschaft im Sommer schon wieder unterstrichen, warum sie zum Perspektivteam der deutschen Schwimmer für Olympia 2016 gehört. Das intensive Training mit diesem Team trug Früchte: Bei der Kurzbahn-DM der Aktiven startete die Dietrichingerin im November voll durch. Die im Internat an der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule trainierende Hüther holte mit Silber über 400 Meter Lagen ihre erste Medaille bei den Erwachsenen. Es folgten noch zweimal Silber, dazu zweimal Bronze. Und die Schülerin des Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasiums steigerte ihre Bestzeiten mehrfach um einige Sekunden. Der Lohn: Sie durfte im Dezember mitfahren zur Kurzbahn-WM der Aktiven in Katar. Im Finale über 4x200 Meter Freistil schickte sie der Bundestrainer als Dritte in Wasser. Gemeinsam mit den anderen schaffte sie es zwar nicht ins Finale, knackte aber den 17 Jahre alten deutschen Rekord – um fast neun Sekunden.

Handball: Elisa Burkholder

Elisa Burkholder – früher SV 64 Zweibrücken, jetzt TSV Bayer 04 Leverkusen – hat ein irres Jahr hinter sich. Beispielsweise dieses Achtelfinale mit der deutschen Nationalmannschaft bei der U18-Weltmeisterschaft im Sommer in Mazedonien: Gegen Portugal sahen die deutschen Mädchen schon wie die Verlierer aus, retteten sich zweimal in die Verlängerung, und siegten schließlich doch noch: mit 40:39 im Siebenmeterwerfen. Am Ende holte das deutsche Team – auch mit vielen Rückraum-Toren von Jugend-Nationalspielerin Burkholder – nach der Final-Niederlage gegen Rumänien WM-Silber. Ihre ersten Saisonhöhepunkte hatte die 17-Jährige da schon hinter sich. Mit der B-Jugend des SV 64 Zweibrücken war sie Oberliga-Meister geworden, hatte sich bis ins Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft gespielt. Dort sprang für die „Jung-Löwinnen“ ein dritter Platz heraus. Mittlerweile ist Burkholder aber eine „Werkselfe“: Sie wagte im Sommer den Wechsel nach Leverkusen, geht ins dortige Sportinternat in Dormagen, spielt in der Jugend-Bundesliga und im Leverkusener Drittliga-Team.

Pferdesport: Jasmin Glahn

Mit 18 Jahren hat die Großbundenbacherin Jasmin Glahn (im grünen Anzug, mit ihrer Doppelpartnerin Mara Marschall) den vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere als Voltigiererin erreicht: Im Herbst wurde sie in Herxheim Einzel-Pfalzmeisterin. Es war die Krönung einer außergewöhnlich erfolgreichen Saison, die sie auch als wichtige Stütze der M-Gruppe des Reit- und Fahrvereins Bundenbacherhöhe oder im Doppel feierte. „Das war meine beste Saison bisher“, sagte sie nach dem Deutschland-Pokal der M-Gruppen, dem einzigen Wettkampf, bei dem die Bundenbacher unter ihren Möglichkeiten blieben. Im Doppel gewann Glahn mit Mara Marschall Silber bei den Landes- und Pfalzmeisterschaften, mit der Mannschaft siegte sie im M-Pfalzcup und gewann Bronze bei der Pfalzmeisterschaft. Sie wurde erstmals für die deutsche Jugendmeisterschaft nominiert, wo sie den respektablen 26. Platz belegte. Glahn gehört dem rheinland-pfälzischen Landeskader an. Hinter ihrem Erfolg stecken Talent, Ehrgeiz und Fleiß. Die Schülerin des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums ist eine herausragende Turnerin und gute Leichtathletin.

Leichtathletik: Anna Felzmann

Für Anna Felzmann hatte das Jahr bedingt gut angefangen: Die Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken riss bei der Pfalzmeisterschaft in Ludwigshafen beim ersten Versuch über 4,30 Meter die Latte mit der Nase – eine schmerzhafte und auch blutige Angelegenheit. Sie sprang aber weiter, mit übersprungenen 4,20 Meter hatte sie die Konkurrenz sowieso schon gewonnen. Auch vor der U23-DM in Wesel Mitte Juni war die 22-jährige Stambacherin eher skeptisch. Eine langwierige Schulterverletzung hatte sie zuvor ausgebremst, drei Monate konnte sie fast gar nicht springen. Die Lehramtsstudentin in Saarbrücken kam in Wesel aber zurück wie Phönix aus der Asche: Alle Höhen bis 4,25 Meter meisterte sie im ersten Versuch, stellte danach mit einem Satz über 4,30 Meter ihre Bestleistung ein. Ein wenig ärgerte sie sich danach sogar, bei den Sicherheitssprüngen am Anfang zu viel Kraft gelassen zu haben. Freuen durfte sie sich aber über ihre Bestleistung und den Titel der deutschen Meisterin in der Altersklasse U 23. Bei der deutschen Meisterschaft der Aktiven sprang sie die 4,30 Meter erneut, da reichte es allerdings nur zu Rang vier.

Die fünf Mannschaften im Porträt

Jetzt-erst-recht-Kicker, Last-Minute-Titel und Vize-Meister

SV 64 Zweibrücken – Handball, B-Jugend

„Atemlos“ – das war der Hit des Jahres von Helene Fischer. „Atemlos“, das war auch der Song der weiblichen B-Jugend des SV 64 Zweibrücken, den sie nach vielen Siegen in Halle und Kabine lauthals schmetterte. Einen solchen Erfolg gab’s für die Zweibrücker Handballer noch nie: Die Spielerinnen von Trainer Martin Schwarzwald wurden fast Königinnen von Deutschland, holten sich beim Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft im Juni den starken dritten Platz. Nachdem sie im Halbfinale zunächst der HSG Blomberg/Lippe mit 22:33 unterlagen, kämpften sie sich tags darauf vor 250 SV-Fans zum 23:20-Sieg gegen den TSV Birkenau und zu DM-Platz drei. Den Platz im Final Four hatten sich die Jung-Löwinnen um die Jugend-Nationalspielerinnen Elisa Burkholder und Amelie Berger durch starke Leistungen gegen Ismaning und Lüneburg erspielt. Davor stand die souveräne Oberliga-Meisterschaft mit 33:3 Punkten, nur einer Niederlage und einem Remis. Den vorzeitigen Titelgewinn machten die SV-Mädels vor allem mit geschlossenen Mannschaftsleistungen, strukturiertem Angriffs- und Abwehrspiel sowie effektvollen Auslösehandlungen klar.

TV Rieschweiler – Prellball, Jugend

Die Jungs wissen, wie geht’s: Im Jahr 2011 waren bis auf Maic Volnhals und Dominic Mangold alle schon dabei, als die Prellball-Schülermannschaft des TV Rieschweiler das Double aus Deutscher Meisterschaft und Gewinn des deutschen Pokals schaffte. In diesem Jahr wurden Alexander Volnhals, Laurin Weber, Felix Lemcke, Dietrich Beck, Marco Becker und Niklas Speer in der Jugend-Klasse erneut süddeutscher Meister und landeten beim Kampf um die deutsche Meisterschaft knapp auf Platz zwei. Im DM-Finale der Prellballer, die unter dem Dachverband des Deutschen Turner-Bundes ihren Sport ausüben, starteten die TVR-Jungs gegen den TV Sottrum in der zweiten Halbzeit eine grandiose Aufholjagd, mussten sich aber mit 32:40 geschlagen geben. Daneben tritt ein Großteil der jungen, von Marcus Weber trainierten Truppe bereits in der Prellball-Bundesliga Süd der Männer an. Dass aus Rieschweiler-Mühlbach nicht nur ein Fußball-Weltmeister stammt, sondern der Ort im süddeutschen Raum eine Prellball-Hochburg ist, stellte neben der Jugend auch die nächste Generation unter Beweis: Die TVR-Schüler landeten ebenfalls auf DM- Rang zwei.

TSC Zweibrücken – Fußball

Die Meisterschaft der Fußballer des TSC Zweibrücken in der A-Klasse war eine mit Ansage und entsprang der tiefen Frustration, in der Vorsaison noch knapp abgefangen worden zu sein. Mit der „Jetzt-erst-recht- Mentalität“ überfuhren die jungen TSC-Kicker die A-Klasse 2013/2014, kassierten nur eine Niederlage. Diego Enache, Rene Müller und Philipp Jakob trafen am häufigsten für den TSC. Nur in zwei Spielen gab es einen Durchhänger: ganz früh beim 2:2 zu Hause gegen Knopp und im Oktober 2013 beim 1:2 in Contwig. Ansonsten hatte Spielertrainer Sanel Nuhic seine jungen Heißsporne gut im Griff. Sehr gut sogar: Im Januar 2014 sicherten sich die TSC-Kicker nach langen Jahren seit 1999 erstmals wieder den Titel bei der 34. RHEINPFALZ-Hallen-Stadtmeisterschaft. Die bestechende Form bescherte der Truppe dazu noch den 2:0-Kreispokal-Sieg gegen den FK Clausen. Und nach dem Aufstieg in die Bezirksliga spielt der TSC schon wieder eine klasse Hinrunde: 13 Siege in 18 Spielen bescheren dem Klub Platz eins zu Weihnachten, dazwischen lag auch der klare 5:0-Sieg im prestigeträchtigen Stadt-Derby gegen die VB Zweibrücken – vor über 800 Zuschauern am Wattweiler Berg.

TTC Riedelberg – Tischtennis

Die Herren des TTC Riedelberg kehrten im abgelaufenen Jahr in die Erste Pfalzliga zurück. Und wie: Sie schafften als Tabellenzweiter im Aufstiegsspiel gegen Angstgegner TTC Burrweiler einen 9:6-Erfolg. Das Match vor rund 400 begeisterten Tischtennisfans in Waldfischbach-Burgalben war an Spannung kaum zu überbieten. Die Riedelberger Truppe um Kapitän Benjamin Sema lag nach drei Niederlagen im Doppel hinten, führte dann 4:3, lag plötzlich wieder mit 4:6 hinten – um ließ danach noch fünf Siege folgen. In der Ersten Pfalzliga liegen die TTC-Herren jetzt zur Winterpause mit 8:14 Zählern auf Rang zehn, in Schlagweite zum Mittelfeld. Das Sportjahr war ein sehr zufriedenstellendes für die Riedelberger mit derzeit 14 Mannschaften: Auch die erste Damen-Mannschaft stieg in die Zweite Pfalzliga auf. Mit der dritten und vierten Herren-Truppe und dem Jugend-Team gab es fünf Meisterschaften oder Aufstiege. Und da ist immer noch die Hoffnung des Vorsitzenden Christian Becker auf den Goldenen Plan des Landes für den Sportstättenbau: Die TTC-Akteure, die zu Spielen wie Nomaden durch den Kreis ziehen, planen den Bau einer vereinseigenen Halle in Riedelberg.

SV 64 Zweibrücken – Handball

1800 Oberliga-Spielminuten – und super spannende letzte fünf Minuten: Dank Schützenhilfe von Budenheim gegen Konkurrent Haßloch sicherten sich die Männer des SV 64 Zweibrücken die Meisterschaft in der Oberliga und schaffen den Wiederaufstieg in die Dritte Liga unter die 100 besten Klubs Deutschlands. So überraschend der Titel kam, verdient war er allemal: Das junge SV 64-Team von Trainer Stefan Bullacher spielte mit 18 Siegen in Folge nicht nur eine perfekte Rückrunde, die SV-Löwen stellten den besten Angriff (964 Tore) und die beste Abwehr (719). Der Titel war ein noch passenderes Geschenk zum 50. Vereinsgeburtstag als das Pokal-Double der Herren und der SV-Damen an Ostern, das Benefizspiel gegen eine Allstar-Auswahl um „Blacky, Kretzsche und Co.“ oder die Heimauftritte im DHB-Pokal gegen Erstligist HBW Balingen-Weilstetten und der Damen gegen Zweitligist SV Allensbach. In der laufenden Saison gehen die SV 64-Löwen in der Dritten Liga West auf Torejagd und überwintern mit 16:12 Punkten auf dem guten achten Platz.

Die Sieger 2004-2013

2004

Frauen: Kristin Schläfer (Leichtathletik)

Männer: Dennis Walzer (Eisschnelllauf)

Mannschaft: 1. Judo-Club Zweibrücken

2005

Frauen: Amelie Solja (Tischtennis)

Männer: Nico Zimmermann (Fußball)

Mannschaft: Tennis-Club Rieschweiler-Mühlbach

2006

Frauen: Kerstin Müller (Pferdesport)

Männer: Jens Werrmann (Leichtathletik)

Mannschaft: Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken (Turnen)

2007

Frauen: Ingeborg Franke (Leichtathletik)

Männer: Helmut Dehaut (Leichtathletik)

Mannschaft: TTC Riedelberg (Tischtennis)

2008

Frauen: Lena Zimmermann (Fußball)

Männer: Florian Schmidt (Schwimmen)

Mannschaft: VB Zweibrücken (Fußball)

2009

Frauen: Kristina Gadschiew (Leichtathletik)

Männer: Neil Pallmann (Schwimmen)

Mannschaft: Wsf Zweibrücken (Schwimmen)

2010

Frauen: Isabell Leiner (Klettern)

Männer: Till Wöschler (Leichtathletik)

Mannschaft: SG Rieschweiler (Fußball)

2011

Frauen: Johanna Becker (Turnen)

Männer: Felix Bartels (Schwimmen)

Mannschaft: SV Stambach (Sportschießen)

2012

Frauen: Anne Oberle (Pferdesport

Männer: Felix Bartels (Schwimmen)

Mannschaft: Helmholtz-Gymnasium (Turnen)

2013

Frauen: Marlene Hüther (Schwimmen)

Männer: Erik Durm (Fußball)

Mannschaft: SV 64 Zweibrücken (Handball)

Abstimmen und gewinnen

Die RHEINPFALZ-Redaktion freut sich auch beim Jubiläum, der 25. Auflage der Sportlerwahl, auf Ihre Teilnahme. In all den Jahren haben uns über 40 000 Stimmzettel erreicht. Wir hoffen, dass Sie, liebe Leser, wieder mitmachen und für Ihre Favoriten abstimmen. Sie können vom 5. bis zum 14. Januar 2015 Ihre Stimme auch im Internet abgeben. Einfach auf die Internet-Seite der RHEINPFALZ gehen (www.rheinpfalz.de), über ein Banner in der Mitte der Seite geht’s zur Abstimmung.

Mitmachen lohnt sich: Unter allen, die online ihre Stimme abgeben, verlost die RHEINPFALZ ein iPad Mini.

Wir veröffentlichen den Stimmzettel in den nächsten Wochen noch einige Male in der „Zweibrücker Rundschau“ – mal im redaktionellen, mal im Anzeigen-Teil. Eine kurze Zusammenfassung unserer 15 Kandidaten gibt’s am 9. Januar.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
08.–10.08.2014 Deutsche Jugend Meisterschaften 2014 (U18, U20) Bochum-Wattenscheid (Deutschland)
25.–27.07.2014 Deutsche Meisterschaften 2014 Ulm (Deutschland)
14.–15.06.2014 Deutsche U23 Meisterschaften 2014 Wesel (Deutschland)
12.01.2014 Pfalz-Hallenmeisterschaften 2014 Ludwigshafen am Rhein (Deutschland)
05.–21.08.2016 Olympische Sommerspiele 2016 Rio de Janeiro (Brasilien)