Den Kinder- und Teenager-Schuhen ist die Zweibrücker Sportlerwahl längst entwachsen, im Jahr 2014 feierte die Redaktion bereits ein Vierteljahrhundert Sportlerwahl. Inzwischen geht die Wahl mit großen Schritten auf die Dreißiger zu; fürs abgelaufene Jahr 2017 rufen wir Sie, liebe Leser, zum 28. Mal auf, für die Zweibrücker Sportler abzustimmen. Es war wieder viel los im Sportjahr 2017, Zweibrücker vertraten ihren Sport auf Landesebene, national und sogar international wie Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Speerwerferin Christin Hussong bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London. Da Holzdeppe, bereits mehrfach Sieger unserer Wahl, aber im Finale ohne gültige Höhe ausschied und Christin Hussong unter anderem bereits in der Qualifikation die Segel streichen musste, gehören die beiden diesmal nicht zu unseren vorgestellten Kandidaten.

Zum 28. Mal stellt Ihnen die Lokalredaktion Zweibrücken der RHEINPFALZ heute fünf Sportler, fünf Sportlerinnen und fünf Teams vor, die aus unserer Sicht im abgelaufenen Jahr Außergewöhnliches geleistet haben. Unter der Fülle der guten sportlichen Leistungen haben wir eine Vorauswahl getroffen. Bis zum Einsendeschluss am Freitag, 26. Januar 2018, 12 Uhr, haben sie mehrfach Gelegenheit, Ihre Stimme abzugeben.

Festgelegte Wahlkriterien für die Auswahl unserer Kandidaten sind seit jeher: Die Sportler müssen aus dem Verbreitungsgebiet stammen, hier leben oder für einen hiesigen Verein starten. So startet die Speerwerferin Christin Hussong zwar für das LAZ Zweibrücken, wohnt aber in Herschberg – und wird deshalb von der Redaktion Pirmasens aufgestellt. Amelie Berger stammt dagegen aus Zweibrücken. Die Kandidaten müssen im Jahr 2017 Herausragendes geleistet haben, Titel allein zählen aber nicht. Wir schlagen nur Sportler vor, die mindestens 15 Jahre alt sind. Die Jugend hat es wegen der Altersgrenze nicht leicht, ihre Sportlerwahl-Zeit kommt aber sicher noch! Die RHEINPFALZ-Sportler sollen zudem leuchtende Vorbilder sein, Vorbilder im Geist des Fair-Play und des Einsatzes für andere.

Für alle anderen Sportler auf diesen beiden Seiten gilt: Jetzt sind Sie dran! Ankreuzen, Original-Coupon ausschneiden, abschicken und im Internet vom 8. bis 19. Januar abstimmen (www.rheinpfalz.de/sportlerwahl-zweibruecken). Ihre Stimme zählt!

Sina Mayer

Sie war 2017 erneut die schnellste Frau Zweibrückens: Sprinterin Sina Mayer vom LAZ Zweibrücken. Und das nach einer langwierigen Fußverletzung im Vorjahr. Pfalzmeisterin und Deutsche Hochschulmeisterin über 100 Meter in 11,43 Sekunden im Mai, Mitte Juni bei der Gala in Regensburg dann die neue Bestzeit von 11,25 Sekunden (nahe an der deutschen A-Norm für die WM in London). „Mit der Zeit hätte ich nie gerechnet“, sagte die 22-Jährige aus Schönenberg-Kübelberg. Bei der U23DM in Leverkusen gewann der Schützling von Trainer Christian Stütze zudem Silber (11,58 sec). Ihren Knaller des Jahres lieferte die Studentin des Gesundheitsmanagements dann Mitte Juli bei der U23-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz: Im 100-Meter-Finale gewann sie im Zielfotoentscheid gegen die zeitgleiche Britin Imani Lansiquot in 11,58 Sekunden die Bronzemedaille. Das Glück und Leid im Sport nahe beieinander liegen, erfuhr Mayer in diesem Jahr aber auch: Bei der Aktiven-DM in Erfurt schied sie mit einem Fehlstart aus und verpasste so auch einen möglichen WM-Start. Und in Bydgoszcz patzte die favorisierte deutsche Staffel beim ersten Stabwechsel. 2018 steht für Mayer die Heim-EM in Berlin an.

Die zehn Einzelsportler

  • Moritz Bartels (Bodybuilding)
  • Sebastian Weis (Schwimmen)
  • Marc-Robin Eisel (Handball)
  • Volker Petri (Fechten)
  • Kevin Schley (Gehörlosenfussball)
  • Chiara Kehrer (Pferdesport)
  • Sina Mayer (Leichtathletik)
  • Michelle Goletz (Kickboxen)
  • Marlene Hüther (Schwimmen)
  • Amelie Berger (Handball)
LAZ-Sprinterin Sina Mayer
LAZ-Sprinterin Sina Mayer (Archivfoto: Hensel)