LAZ-Athletin Jeanette Drexler fliegt heute als Besucherin zu den Spielen nach Peking

Wenn die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele heute schon zwei Stunden vorrüber ist, dann besteigt Jeanette Drexler aus Zweibrücken in Frankfurt das Flugzeug, das sie nach Peking bringen wird. Sie ist eine von fünf Jugendlichen, die die Sportjugend Pfalz beim internationalen Jugendlager bei Olympia vertreten werden (wir berichteten).

Zweibrücken. „Ich bin schon wahnsinnig aufgeregt“, erzählt die Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken. Bereits am Mittwoch habe ihr Koffer fertig gepackt bereit gestanden. Bammel vor dem über neunstündigen Flug hat die Schülerin der Fachoberschule für Sozialwesen St. Ingbert aber nicht. „Obwohl ich bisher nur kurze Strecken geflogen bin, aber das schon ziemlich oft.“ Die 14 Tage in der chinesischen Hauptstadt sind reichlich vollgepackt. „Der erste Tag in Peking, also der Samstag, ist zur Orientierung da“, erklärt Drexler. Da beziehen die Teilnehmer ihre Unterkunft im Hong Fu-Park, einer Anlage etwas nördlich des Olympia-Parks. Dort befindet sich unter anderem die größte Schwimmhalle der Welt mit 25 000 Quadratmetern Fläche.

Doch schon am Sonntag geht es weiter mit einer Stadtrundfahrt inklusive dem Besuch der Verbotenen Stadt und dem Platz des himmlischen Friedens. Am Montag werden sich die jugendlichen Spieler der Handball-Frauen Peking ansehen. „Abends sind wir dann in den ‚Champions Club‘ eingeladen“, erzählt die Leichtathletin stolz. Neben Athleten und Sponsoren dürfen dort nur ausgewählte Gäste hin. Auch an den restlichen Tagen steht den jungen Besuchern ein volles Programm an Sport und Kultur bevor. Doch daneben macht sich Jeanette Drexler auch Gedanken um die aktuellen Diskussionen über China. „Dass die Chinesen die Pressefreiheit so einschränken, finde ich nicht Ordnung. Andererseits kann ich aber nachvollziehen, dass sie sich schützen wollen“, sagt die LAZ-Athletin. Von der Sportjugend Rheinland-Pfalz habe sie außerdem einen Katalog mit Auflagen bekommen. „Ich darf mich in China nicht zu politischen Dingen äußern, nur zum Sport. Außerdem darf ich auch nichts tragen mit politischen Äußerungen. Also keine T-Shirts oder Armbändchen, zum Beispiel von ‚Sports for Human Rights‘ , wie sie einige deutsche Olympia-Teilnehmer tragen wollen“, berichtet Drexler. Begeistert ist sie davon nicht, daran halten will sie sich aber. Auch auf anderem Gebiet ist die Fachoberschülerin, die für die ersten zwei Unterrichtswochen ab Montag freigestellt ist, lieber vorsichtig. Schmerzmittel, Tabletten gegen Reiseübelkeit – „meine Reiseapotheke ist sehr voll. Aber ich nehme lieber viel mit, als irgendwas, wo ich nicht weiß, was drin ist“. Was Jeanette Drexler alles bei den Spielen in Peking erlebt, können Sie ab nächster Woche im Pfälzischen Merkur lesen. Exklusiv für unsere Zeitung schreibt die 17-Jährige ein Olympia-Tagebuch.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
08.–24.08.2008 Olympische Sommerspiele 2008 Peking (China)