Mit den Goldmedaillen von Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Speerwerferin Katharina Molitor schlossen die 66 deutschen Leichtathleten die Weltmeisterschaften in Peking auf Platz sieben im Medaillenspiegel ab. Dazu gab es je drei silberne und bronzene Medaillen. Rechnet man die acht Plaketten zusammen, liegt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) im Bereich der WM 2009 in Berlin (2/3/4), der WM 2011 in Daegu (3/3/1), Olympia in London 2012 (1/4/3) und der WM in Moskau 2013 (4/2/1) – ist also im Jahr vor Olympia 2016 in Rio de Janeiro voll im Soll. Für die Verbandsführung ist aber stets die Nationenwertung viel aussagekräftiger. Rechnet man die Plätze eins bis acht ein, steht Deutschland hinter den USA (214), Kenia (173) und Jamaika (132) als beste europäische Nation mit 113 Punkten auf Platz vier vor Großbritannien und China (beide 94). „Nur außergewöhnliche Athleten mit optimalen Saisonverläufen schaffen es bei Titelkämpfen aufs Podium“, betonte Chef-Bundestrainer Idriss Gonschinska. Katharina Molitor ist so eine, die zehn Jahre nach ihrer U23-EM-Silbermedaille den Lohn für ihre harte Arbeit abgeholt hat: den WM-Titel im Speerwerfen mit 31 Jahren.

Gonschinska ist keiner, der Medaillen zählt wie Erbsen. Er rückt immer das Auftreten und den individuellen Erfolg seiner Athleten in den Vordergrund. Natürlich waren die beiden Laufmedaillen die größten Überraschungen aus deutscher Sicht. „Gesa Felicitas Krause steht für Professionalität, Zielstrebigkeit und Organisation in einem für sie perfekten Umfeld. Cindy Roleder ist in ihrem Rennen über sich hinausgewachsen“, sagte der Chef-Bundestrainer über Bronze im Hindernisund Silber im Hürdenrennen. Außerdem holten der Zweibrücker Raphael Holzdeppe (Stab), David Storl (Kugel), Nadine Müller (Diskus) und Rico Freimuth (Zehnkampf) Medaillen. Grundlage der Erfolge sei die unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung in Jeju (Südkorea) gewesen, wo ein großes Trainerteam aus Bundesund Heimtrainern sehr stark an der Teambildung gearbeitet habe.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
22.–30.08.2015 Weltmeisterschaften 2015 Peking (China)