Im Rahmen der 105. Vollversammlung, die am 21. und 22. November 2010 in Münster stattfand, zeichnete der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) die Sportlerin und die Sportler des Jahres 2010 aus.

Die Wahl des adh-Vorstands fiel auf die Stabhochspringerin und Lehramtsstudentin (Chemie und Sport) der TU Kaiserslautern Kristina Gadschiew sowie auf die Taekwondoka Christoph und Sebastian Lehmann, die an der Universität Frankfurt am Main Mathematik, Physik und Sport auf Lehramt studieren. „Es geht bei der Auszeichnung darum, Athleten auszuwählen, die für ihren Sport und ihre Sache einstehen“, sagte Mischa Lumme, adh-Vorstandsmitglied bei der Preisverleihung. „Kristina Gadschiew, Christoph Lehmann und Sebastian Lehmann überzeugten durch ihre starken Leistungen in Sport und Studium und werden deshalb dieser Ehrung mehr als gerecht“, ergänzte seine Amtskollegin Jetta Leena Ramcke.

Sportlerin des Jahres

2009 gelang der Stabhochspringerin vom LAZ Zweibrücken, Kristina Gadschiew, der Durchbruch: Platz Zwei bei der Deutschen Meisterschaft, Bronze bei der Sommer-Universiade und ein Ticket zu ihrer ersten Europameisterschaft, bei der sie Platz Fünf belegte. Im Juni 2009 schaffte sie mit neuer persönlicher Bestleistung die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Berlin, bei der sie mit dem zehnten Platz ihre bisherige Karriere krönte. 2010 qualifizierte sich Kristina Gadschiew für die Hallen-WM in Doha und belegte dort den siebten Platz. Im Sommer steigerte sie ihre persönliche Bestleistung auf 4,60 Meter und sicherte sich zum vierten Mal in Folge den Titel der Deutschen Hochschulmeisterin. Nach der Auszeichnung sagte Kristina Gadschiew: „Der Titel ist eine große Ehre für mich und eine hohe Anerkennung meiner bisher erbrachten Leistungen. Diese Auszeichnung gibt mir auch Motivation für das nächste Jahr. Ich hoffe, dass ich an den nächsten Hochschulmeisterschaften teilnehmen kann und mich im Sommer für die Universiade qualifiziere. Meine beste Erinnerung verbinde ich mit meiner ersten Universiade 2007 in Bangkok! Es war ein unglaubliches Event und mein erster großer internationaler Erfolg, der eine große persönliche Bedeutung für mich hatte.“

Sportler des Jahres

Der achtfache Deutsche Meister im Taekwondo, Sebastian Lehmann, feierte 2009 im Studierendensport zwei hervorragende Erfolge: Er belegte Platz Drei bei der Universiade und gewann Gold bei der Europäischen Hochschulmeisterschaft. Im Jahr 2010 reichte es bei der Studierenden-Weltmeisterschaft trotz Top-Leistung nur zu Platz Neun, doch Sebastian Lehmann gelang es, bei der Europa-Teammeisterschaft den entscheidenden Punkt für Mannschafts-Bronze zu erkämpfen. Außerdem freute er sich über den dritten Platz bei der Austrian Open und über Platz Zwei bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft. Dort musste er seinem Bruder den Vortritt auf den obersten Podestplatz lassen.

Nach Gold bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft holte Christoph Lehmann 2010 Bronze bei der Studierenden-Weltmeisterschaft und der Trelleborg Open. Im Vorjahr hatte er sich bei der Europäischen Hochschulmeisterschaft den Titel gesichert, nachdem er mit seinem Abschneiden bei der Universiade 2009 nicht ganz zufrieden gewesen war.

Die Zwillinge nahmen die Auszeichnung strahlend entgegen: „Es freut mich sehr, dass Sebastian und ich als Hochschulsportler des Jahres gewählt wurden“, so Christoph Lehmann. „Da Taekwondo eher noch zu den Randsportarten gehört ist diese Auszeichnung umso höher zu bewerten. Dieser Titel zeigt uns die Wertschätzung und das Vertrauen, das der adh in uns setzt. Diese Auszeichnung ist der Lohn für viele Jahre lange, harte Arbeit. Wir trainieren seit unserem achten Lebensjahr kontinuierlich und stecken viel Engagement in unseren geliebten Sport. Mit dieser Auszeichnung verbinden wir sehr schöne Erinnerungen an die vergangenen nationalen und internationalen Wettkampfveranstaltungen des Hochschulsports. Dank der sehr guten Rahmenbedingungen konnten wir uns dort immer vollkommen auf den Wettkampf konzentrieren und sportliche Erfolge erringen. Darüber hinaus durften wir ein richtiges ‚Wir-Gefühl‘ erfahren. Gerade die Kontaktaufnahme zu Sportlern anderer Nationen haben wir bei den Universiaden, Studierenden-Weltmeisterschaften und den Europäischen Hochschulmeisterschaften als besondere Bereicherung empfunden.“ Sebastian und Christoph Lehmann sind nicht nur selbst erfolgreiche Sportler, sondern geben seit ihrem 16. Lebensjahr als Trainer ihr Wissen an den Nachwuchs in ihrem Verein, dem 1. Gelnhäuser Taekwondo Club, weiter. „Wir stehen mindestens vier Mal pro Woche in der Halle und leiten derzeit die Wettkampfgruppe des 1. Gelnhäuser Taekwondo Clubs. Mit dieser Auszeichnung können wir noch bessere Vorbilder für den Taekwondo-Nachwuchs sein“, so Christoph Lehmann.

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Fotograph: Carsten Richter