Die Sportler in und um Zweibrücken haben im vergangenen Jahr die Messlatte ihrer Erfolge sehr hoch gelegt. Haben den Namen ihrer Heimatstadt oder ihres Heimatvereins als Botschafter trefflich vermarktet. Doch haben an diesen Erfolgen sehr viele Baumeister Hand angelegt. Viele dieser Ergebnisse sind der ausgezeichneten Infrastruktur Zweibrückens geschuldet. Geradezu neidisch wird aus der Umgebung in die Herzogstadt geschielt, deren Einwohner über ausgezeichnete Möglichkeiten verfügen, sich sportlich zu betätigen. Viele dieser Einrichtungen sind in kommunaler Trägerschaft und haben dadurch auch einen entsprechenden Standard. In weißer Voraussicht wurden von den Stadträten Entscheidungen getroffen, die wohl finanziell einen Batzen Geld verschlungen haben, die aber letztlich unseren Kindern, die unsere Zukunft symbolisieren, zugute kommen.

Das wird in dieser Tragweite vor Ort nicht immer gesehen, doch bei Vergleichen mit Städten ähnlicher Größenordnung nimmt Zweibrücken eine exponierte Stellung ein. Und dennoch werden immer wieder Klagen laut, dass vor allem die Hallenkapazitäten nicht ausreichen, um eine gezielte Nachwuchsarbeit zu leisten. Ist das andererseits aber ein Indiz dafür, dass an der Basis in den Vereinen ausgezeichnete Arbeit geleistet wird. Oftmals im Verborgenen, ohne es an die große Glocke zu hängen. Denn bekanntlich entstehen die Erfolge als winzige Pflänzchen, die es behutsam zu hegen und zu pflegen gilt.

So ist Zweibrücken in der glücklichen Lage, gleich über zwei ausgezeichnete Schulturnhallen, wie die Westpfalzhalle und die Ignaz-Roth-Halle, zu verfügen. Sie können vielfältig genutzt werden. Ganz zu schweigen von der Dieter-Kruber-Leichtathletikhalle, die das Vermächtnis des verstorbenen LAZ-Vorsitzenden symbolisiert. Komplettiert wird das Ensemble des Westpfalzstadions mit Rasenplatz und Tartanbahn sowie dem Hallenbad. Hier herrschen auf engstem Raum ausgezeichnete Trainingsbedingungen für vielerlei Sportarten. Wie die nationalen und internationalen Erfolge zeigen, entspringen sie oftmals diesen ausgezeichneten Trainingsmöglichkeiten. Die Kapazitäten reichen, wie etwa bei den Schwimmern, wohl im Leistungsbereich nicht mehr aus, doch die Basisvoraussetzungen sollten nicht verkannt werden.

Beneidet werden die Zweibrücker aber nicht nur um dieses Sportzentrum, sondern auch um die so genannte „grüne Lunge“, die Rennwiese. Sie bietet, mitten in der Stadt gelegen, einer Vielzahl von Sportarten den Nährboden. Wenngleich es dabei hie und da zu kleinen Kollisionen der Nutzer kommt, so wird dadurch unterstrichen, welches Kleinod die Rennwiese darstellt.

Ohne die sportlichen Einrichtungen der übrigen Sportvereine zu schmälern, so kann Zweibrücken noch auf eine weitere Einzigartigkeit verwiesen: die Eishalle. Vordergründig vom EHC Zweibrücken genutzt, bietet sie aber auch den Kunstläufern beste Möglichkeiten, vor Ort ihre Kreise zu ziehen. Das Alleinstellungsmerkmal der Eishalle lässt sich am besten am Radius des Eishockeypublikums erkennen. Nicht umsonst tummeln sich bei den Spielen in der Baden-Württemberg-Liga jeweils über 300 Besucher, die teilweise weite Anfahrten auf sich nehmen.

Zweibrücken ist quasi gesegnet mit Sportstätten, die vor allem auch dem Anspruch standhalten, größere Veranstaltungen durchzuführen. Da sind noch Kapazitäten vorhanden.

Andererseits zeigen aber auch die Erfolge der Sportler, dass das Geld in den kommunalen und Vereinssportstätten gut angelegt ist. Hier erfolgt die Verzinsung nicht in geldwertem Vorteil, sondern die Sportler sagen einfach Dankeschön, dass sie auf derartige Einrichtungen zurückgreifen können. Damit die Talente reifen können, sind mehrere Voraussetzungen erforderlich. Die Infrastruktur muss stimmen, wird durch sie doch erst die Duftmarke gesetzt, überhaupt eine bestimmte Sportart zu betreiben. Und andererseits ist es den Vereinen gelungen, durch Qualität bei den Übungsleitern und Trainern dafür zu sorgen, dass sich die zahlreichen Talente kontinuierlich entwickeln können.

Zweibrücken kann sich glücklich schätzen: Hier ist scheinbar alles am rechten Fleck.