Gut begonnen und gut geendet hat die Hallenrunde für LAZ-Stabhochspringer Daniel Clemens. Dazwischen lief es durchwachsen. Nun geht der Blick des 22-Jährigen jedoch Richtung Sommer – die WM-Norm ist sein Ziel.

Zweibrücken. In dieser Woche ruhen die Stäbe in der Dieter-Kruber-Halle. Einmal kurz Luft holen, die Hallenrunde sacken lassen und neue Kräfte sammeln heißt es dabei auch für Daniel Clemens. Der Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken hat die Wintersaison am Samstag beim vereinseigenen Hallenstürmer-Cup ordentlich abgeschlossen. Mit 5,51 Metern wurde er Zweiter (wir berichteten).

„Insgesamt kann ich ganz zufrieden sein mit der Hallensaison und ihrem Abschluss“, sagt der 22-Jährige. Dabei hatte sich der Dritte der U23-EM zu Beginn vielleicht etwas mehr erhofft. Vielleicht sogar die Teilnahme an der Europameisterschaft, die ab heute im tschechischen Prag über die Bühne geht.

Toller Saisoneinstieg

„Nach dem guten Einstieg mit 5,55 Metern in Ludwigshafen habe ich schon darüber nachgedacht, damit geliebäugelt, dass 5,65 Meter, die die Norm bedeutet hätte, drin sein könnten.“ Die Höhe bedeutete neue Hallenbestleistung, mit nur fünf Zentimetern unter der Freiluft-Bestmarke. Doch dann erwischte die Krankheitswelle nach dem Meeting in Düsseldorf Ende Januar auch Daniel Clemens. „Ich habe das länger mit mir herumgeschleppt“, erklärt der Zweibrücker.

So lief es zunächst holprig. Etwas geknickt fuhr der Sportsoldat der Sportfördergruppe Mainz mit 5,35 Metern, der Einstiegshöhe, von den Deutschen Hallenmeisterschaften nach Hause. Ebenso wie Teamkollege Raphael Holzdeppe hat er die Norm für Prag verpasst. „In der Vorbereitung war es aber auch nie der Plan, zur Hallen-EM zu fahren“, sagt Clemens. So findet diese ohne LAZ-Beteiligung statt. Enttäuscht ist Clemens für sich persönlich darüber nicht. „Es wäre einfach nur das I-Tüpfelchen gewesen.“

Jetzt geht der Blick des Militär-Europameisters von 2013 Richtung Sommer – und weiter nach oben. „Wie die Hallenrunde gelaufen ist, ist in Ordnung, aber die Höhe ist noch ausbaufähig.“ Im Training laufe es gut, es zeichne sich dort ab, dass es noch ein gutes Stück höher gehen kann. Bis Sommer hat Clemens nun Zeit, gemeinsam mit Trainer Andrei Tivontchik darauf aufzubauen, wenn ab der kommenden Woche die nächste Zielsetzung in Angriff genommen wird.

Noch Potenzial nach oben

Die ist für Daniel Clemens klar: „Ich will die Norm für die Weltmeisterschaft in Peking springen.“ Gefordert sind 5,70 Meter – zehn Zentimeter über der derzeitigen Bestmarke von 5,60 Metern. „Machbar. Aber es wäre schon noch einmal ein Schritt nach oben.“ Einen, den sich der Dritte der U23-EM aber durchaus zutraut. Was nicht heißt, dass Daniel Clemens damit automatisch für die WM nominiert wäre. „Wenn alle deutschen Stabhochspringer fit sind, wird das schwer. Wenn es läuft wie in der Hallensaison, in der viele Top-Athleten verletzt fehlten, dürfte die Normerfüllung reichen“, blickt der 22-Jährige voraus. Zumal neben Raphael Holzdeppe, der als amtierender Weltmeister eine Wildcard innehat, drei weiter deutsche Athleten in dieser Disziplin randürften. Sollte Clemens die 5,70 Meter nicht knacken, wäre es auch kein Beinbruch für den Zweibrücker. Sein erstes Zwischenziel sei es, stabil die 5,60 Meter zu springen. Um daran zu arbeiten, geht es am 18. März für zweieinhalb Wochen ins Trainingslager nach Südafrika, bevor Anfang Mai die ersten Freiluft-Wettkämpfe anstehen. „Ich bin aufgrund der Trainingsleistungen zuversichtlich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
22.–30.08.2015 Weltmeisterschaften 2015 Peking (China)