Das LAZ Zweibrücken ist mit drei Stabhochspringern bei den Deutschen Hallenmeisterschaften vertreten. Chancen auf eine Medaille und die WM-Fahrkarte nach Istanbul dürfen sich Raphael Holzdeppe und Kristina Gadschiew ausrechnen.

Kristina Gadschiew
Kristina Gadschiew
(Foto: Wille)
Daniel Clemens
Daniel Clemens
(Foto: ski)

Zweibrücken. Das Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften an diesem Wochenende zwei heiße Eisen beim Kampf um die Medaillen im Feuer. Die Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Kristina Gadschiew dürfen sich durchaus Chancen fürs Treppchen ausrechnen und sich damit eventuell die Fahrkarte zur Hallen-Weltmeisterschaft in Istanbul vom 9. bis 11. März sichern. Für Daniel Clemens, der im vergangenen Jahr seine Bestleistung auf 5,50 Meter gesteigert hat, geht es darum, weitere Wettkampferfahrung zu sammeln. Denn der dritte der Süddeutschen-Meisterschaften ist verhalten in die Hallensaison gestartet und hat sich erst in Luxemburg mit 5,30 Meter die Quali für die DM gesichert.

Der Bundestrainer der Damen und gleichzeitig Heimtrainer von Gadschiew und Holzdeppe, Andrei Tivontchik, sieht den Meisterschaften gelassen entgegen. „Beide sind gut vorbereitet, und wenn sie alles umsetzen, was sie können, dann ist durchaus eine Medaille drin.“ Allerdings warnt er gleichzeitig davor, die Messlatte zu hoch zu legen und gleich mit der WM-Quali zu liebäugeln. „Das wird nicht einfach.“ Die größten Chancen werden Raphael Holzdeppe eingeräumt: „Raphael hat in der bisherigen Hallensaison einen stabilen Eindruck gemacht und bereits drei Mal die WM-Norm von 5,72 Meter übersprungen“, listet der LAZ-Trainer auf. Aber wie eng die Leistungen im Olympiajahr in der Halle zusammenliegen, zeigt die Statistik.

Keine Wehwehchen

Der Überflieger ist zweifellos Björn Otto mit 5,92 Meter, doch dann folgen bereits mit Holzdeppe, Karsten Dilla und Malte Mohr mit 5,72. Da Otto gesetzt ist, wird es um den zweiten WM-Platz einen spannenden Kampf geben. Aber Raphael Holzdeppe gibt sich gelassen: „Ich hatte bisher keine Wehwehchen, und habe Spaß am Springen.“

In der Stabhochsprung-Konkurrenz der Frauen bescheinigte DLV-Sportdirektor der Leverkusenerin Silke Spiegelburg das Potenzial, ihren deutschen Hallenrekord von 4,77 Metern zu verbessern. Dahinter kämpft nach den Vorleistungen Kristina Gadschiew mit der Zweiten der WM von Daegu, Martina Strutz, um das zweite WM-Ticket. Die Hallen-EM-Dritte von Paris aus Hornbach hat bisher 4,52 Meter und die WM-Norm zu Buche stehen.

LAZ-Hürdensprinter Marlon Odom hat wegen seiner Bundeswehr-Grundausbildung zu Beginn des Jahres auf einen DM-Start verzichtet.

Ziel von Raphael Holzdeppe bleiben Olympische Spiele in London 2012
Raphael Holzdeppe hat sich bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften einiges vorgenommen. Vorrangiges Ziel bleiben im Sommer aber die Olympischen Spiele in London. (Foto: pma/Birkenstock)