LAZ-Stabhochspringerin Kristina Gadschiew startet bei der EM in Turin

Kristina Gadschiew hat es geschafft. Die 24-jährige Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken aus Hornbach hat sich als Dritte der Deutschen Meisterschaft für die Hallen-EM am 6./7. März in Turin qualifiziert.

Zweibrücken. Die Freude steht dem Sportlichen Leiter des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken, Karl-Heinz Werle, ins Gesicht geschrieben. „Es ist gut, dass sich Stabhochspringerin Kristina Gadschiew bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig mit ihrem dritten Platz für die Europameisterschaft in Turin qualifiziert hat.“ (Wir berichteten.)

Der LAZ-Trainer sieht dies gleichzeitig auch als Belohnung für die 24-jährige Lehramtsstudentin in Sport und Chemie an der Uni in Kaiserslautern an, nachdem sie im vergangenen Jahr mit ihrem vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg nur knapp an der Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Peking verpasst hatte. Die Zweite der Olympiade von Bangkok 1997, die erst kürzlich ihren Titel bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Frankfurt verteidigt hatte, verdrängte mit 4,50 Meter ihre Trainingskameradin bei ihrem Heim- und Damen-Bundestrainer Andrei Tivontchik, Nicole Hingst (USC Mainz), mit 4,45 Meter auf Rang vier.

„Das wird für Kristina ihre erste große internationale Bewährungsprobe, wenn man einmal vom Start bei der Universiade absieht“, betonte Karl-Heinz Werle. „Ich habe lediglich einmal in der Jugend einen Länderkampf bestritten“, klärt Kristina auf. Die Qualifikation in Turin ist, wie sie gestern einem offiziellen Schreiben des DLV entnommen hat, am Freitag, 6. März, und das Finale tags darauf. „Kristina ist ein weiterer Beweis für unsere ausgezeichnete Arbeit beim LAZ, und sie fungiert als weitere Botschafterin Zweibrückens“, freut sich Werle. Eine „überzeugende Leistung“ bot für Werle in Leipzig bei der DM auch der Olympia-Achte von Peking, Raphael Holzdeppe, der mit 5,50 Meter den siebten Platz in der Paradedisziplin des DLV belegte. Werle: „Er ist nicht schlecht gesprungen und hat die 5,60 Meter auch nur knapp gerissen.“ Doch hatte der 19-Jährige, der mitten im Abitur zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen steckt, ohnehin nicht den Schwerpunkt auf die Wintersaison gelegt.

Zufrieden zeigte sich der LAZ-Trainer auch mit seinem neuen Schützling Marlon Odom, der sich in Leipzig mit der neuen Bestzeit von 7,88 Sekunden bis ins Finale über 60 Meter Hürden vorkämpfte, wo er sich noch einmal als Sechster auf 7,81 Sekunden als Sechster steigerte. „Wenn wir seine Schwierigkeiten bei der ersten und zweiten Hürde noch ausmerzen können, ist noch eine weitere Steigerung möglich“, prophezeit Werle. Wie die Video-Aufzeichnungen gezeigt hätten, habe der Deutsch-Amerikaner, der gestern wieder nach South Carolina zurückgekehrt ist, zweifellos seine Stärke im Finish. Bis Mai trainiert Marlon Odom wieder in seiner amerikanischen Trainingsgruppe, ehe er wieder nach Zweibrücken zurückkehrt.

Dann trifft er auch auf seinen Trainingskameraden Jens Werrmann. Der EM-Sechste von Göteborg legt heute seine letzten Prüfungen bei der Bundespolizei in Cottbus ab. Ab der kommenden Woche kann der 23-jährige Polizeimeister, der die kommenden 20 Monate vom Dienst freigestellt ist, wieder voll trainieren.

Noch etwas „Lehrgeld“ (Werle) musste die 400-Meter-Läuferin Hannah Wilhelm in ihrem ersten Jahr bei den Frauen bezahlen. Obwohl sie den stärksten Vorlauf erwischt hatte und mit 56,36 Sekunden Bestzeit lief, habe sie „sie sich noch zu brav in der zweiten Runde eingereiht“.

Stabhochspringerin Kristina Gadschiew
Kristina Gadschiew steht bei der Europameisterschaft in Turin vor ihrer ersten internationalen Bewährungsprobe im DLV-Trikot. Foto: pma
Hürdensprinter Marlon Odom
Marlon Odom, Sechster der DM über 60 Meter Hürden, kehrte gestern in seine amerikanische Heimat zurück. Foto: Hensel

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
08.–24.08.2008 Olympische Sommerspiele 2008 Peking (China)