Olympische Spiele sind für einen Sportler mit Ausnahme der Fußballer das Maß aller Dinge. Fünf Leichtathleten des LAZ haben die Chance, sich zu qualifizieren. Gestern Abend waren drei beim Sportstammtisch.

„Olympia ist das Größte.“

Speerwerfer Alexander Vieweg

Zweibrücken. „Olympia ist das Größte“, stellt Alexander Vieweg gestern Abend beim Merkur-Sportstammtisch im Zweibrücker Badeparadies fest. Der 25-jährige Speerwerfer spricht aus Erfahrung. Vor vier Jahren war er bei den Olympischen Spielen in Peking. Auch für den Stabhochhochspringer Raphael Holzdeppe waren die Spiele im Rückblick „das Bewegendste“ in seiner Karriere. 2008 sei es nicht das Ziel gewesen. „Dieses Jahr trainiere ich auf die Spiele hin.“ Beide Sportler haben auch in diesem Jahr die Möglichkeit, an den Spielen in London vom 27. Juli bis zum 12. August teilzunehmen. Eine gute Chance haben auch die Stabhochspringerin Kristina Gadschiew, der Speerwerfer Till Wöschler und der Hürdensprinter Marlon Odom. „Aber das ist ein schmaler Grad“, sagt der LAZ-Vorsitzende Josef Scheer.

Deshalb möchte er die Sportler nicht unter Zugzwang setzen. „Allein wer so weit gekommen ist, vor dem muss man schon den Hut ziehen.“ Er möchte, dass die Kandidaten mehr in das Blickfeld rücken und sie merken, dass die Leute hinter ihnen stehen. Beim Merkur-Sportstammtisch ist ihnen das gelungen. Rückhalt haben die Sportler beim Verein, erklärt der sportliche Leiter des LAZ, Bernhard Brenner. „Bei uns wird nicht nur auf hohem Niveau trainiert, wir legen auch Wert auf das Zusammensein, die soziale Gemeinschaft.“

Raphael Holzdeppe bezeichnete die Olympischen Spiele in Peking 2008 als das Bewegendste in seiner Karriere
Der 22-jährige Raphael Holzdeppe hat die Olympischen Spiele in Peking 2008 als das Bewegendste in seiner Karriere bezeichnet. Der Stabhochspringer wurde im Finale Achter. Foto: dpa

Wie wichtig das ist, macht Kristina Gadschiew deutlich. „Wenn ich mal total im Keller bin, dann helfen mir die anderen mit einem guten Wort wieder auf.“ Auch das Training in der Gruppe mit Raphael Holzdeppe helfe. „Wenn ich sehe, wie er mit einem Fehlversuch umgeht, bewundere ich ihn.“

Doch auch Holzdeppe musste erst lernen, damit umzugehen. Auch er erlebte Höhen und Tiefen. „Ich hoffe, ich habe das richtige Maß gefunden“, antwortet er auf eine Frage von Gisela Alt. Hans Alt, Sportkoordinator beim SVN Zweibrücken, bewundert die Leichtathleten wegen ihrer Leistung und bedauert, dass sie so wenig Unterstützung bekommen.

„Die Struktur des Sports hat seine Mängel und beim Sponsoring kommen die Leichtathleten oder Turner zu kurz“, beklagt auch Scheer. deshalb sei es gut, dass sich die Sportler auf „ein Leben nach dem Sport vorbereiten“. Auch dazu geben die drei Sportler und Studenten einen Einblick.

Der nächste Stammtisch ist für Montag, 5. März, ab 19 Uhr im Dojo des 1. Judoclubs Zweibrücken geplant.

Sportstammtisch im Februar 2012 mit Kristina Gadschiew, Raphael Holzdeppe und Alexander Vieweg – drei Leichtathleten mit guten Aussichten auf die Olympischen Spiele 2012 in London
Am Sportstammtisch saßen diesmal mit Kristina Gadschiew, Raphael Holzdeppe und Alexander Vieweg (von links, unter den Plakatwänden) drei Leichtathleten mit guten Aussichten auf die Olympischen Spiele. Foto: Jörg Jacobi

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
25.07.–12.08.2012 Olympische Sommerspiele 2012 London (England)