Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Speerwerfer Till Wöschler vom LAZ Zweibrücken gehören an diesem Wochenende zu den Favoriten bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Bremen. Hier können sie die Fahrkarten für die U 23-EM in Ostrava vom 14. bis 17. Juli lösen.

Raphael Holzdeppe
Raphael Holzdeppe

Zweibrücken/Bremen. Zu den Favoriten bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften an diesem Wochenende in Bremen zählen vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (Foto: pma) und Speerwerfer Till Wöschler. Sie können als Sieger endgültig die Fahrkarten für die U 23-EM vom 14. bis 17. Juli lösen.

Einen ersten Schritt haben beide in dieser Saison schon getan, denn sowohl Holzdeppe als auch Wöschler haben die Qualifikation für die U 23-EM in Ostrava (Tschechische Republik) mit 5,40 Meter beziehungsweise 75,00 Meter bereits gemeistert. Noch nicht abgehakt haben der 21-jährige Holzdeppe und der 20-jährige Wöschler die Weltmeisterschaft in Daegu (Südkorea) Ende August. Allerdings haben weder der Stabhochspringer noch der Speerwerfer die Norm für die WM von 5,72 Meter oder 82,50 Meter übertroffen. Der U 23-Europameister von 2009, Raphael Holzdeppe, hat bisher eine Bestleistung von 5,62 Meter stehen. Und die 83,65 Meter von Till Wöschler bei den Bezirksmeisterschaften in Pirmasens haben als Erfüllung der Norm keine Gültigkeit gefunden.

Bereits am Donnerstagabend haben sich Holzdeppe und Karsten Dilla (Bayer Uerdingen Dormagen), der zu den härtesten Konkurrenten des Zweibrückers bei der Junioren-DM gezählt wird, in Ingolstadt getroffen. Während der Olympia-Achte von Peking 2008 sich mit 5,42 Meter bei widrigen Verhältnissen mit Michael Frauen (Bayer Leverkusen) den Sieg teilte, wurde Dilla (5,32 m) Dritter.

Doch weder Raphael Holzdeppe noch sein Trainer Andrei Tivontchik zeigen sich ob der erneut verfehlten WM-Norm beunruhigt. „Ich hoffe schon in Bremen auf besseres Wetter“ (Tivontchik), und der Stabhochspringer sieht sich ebenfalls auf einem guten Weg.

„Mit meinen Sprüngen war ich zufrieden“, erklärte der U 23-Europameister von 2009, der sich, nachdem der Sieg feststand, noch drei Mal vergeblich an 5,72 Meter versucht hatte. Dabei hatte er erstmals auch in dieser Saison härtere Stäbe verwandet. „Bis zu den Deutschen Meisterschaften in Kassel am 23./24. Juli haben wir noch etwas Zeit“, betont der LAZ-Trainer.

„Auf bessere Bedingungen“ hofft auch der U 20-Weltmeister aus dem vergangenen Jahr und U 23-Vize-Europameister 2009, Till Wöschler. Nach seiner Steigerung auf 83,56 Meter hat er in den bisherigen Wettkämpfen noch ein Mal die 80 Meter übertroffen und zwei Mal knapp verfehlt, was den „widrigen Windverhältnissen“ geschuldet war, wie sein Trainer Matthias Brockelt zurückblickt. „Normalerweise müsste ich den Wettbewerb gewinnen, aber ich darf die Konkurrenz nicht unterschätzen“, erklärte der Bundeswehrsoldat. Ihm am nächsten kam bisher Thomas Röder aus Jena, der die 78-Meter-Marke übertroffen hat.

Weitere Starter des LAZ sind in Bremen Sara Krieg, die als Rheinland-Pfalz-Meisterin mit 44,82 Meter nach ihrer Knieverletzung wieder Fuß gefasst hat. Deshalb wäre Trainer Brockelt schon mit der Endkampf-Teilnahme zufrieden. Im Stabhoch-Sprung treten noch Daniel Clemens (5,23 m), Anna Felzmann (3,80 m) und Michaela Donie (3,70 m) an.

LAZ-Speerwerfer Till Wöschler hat gute Sieges-Ansichten
LAZ-Speerwerfer Till Wöschler hat bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Bremen gute Sieges-Aussichten. Foto: Birkenstock