Leichtathletik: Kristina Gadschiew Dritte bei Deutschen Meisterschaften in Leipzig

Mit einem kleinen, aber feinen Aufgebot war das LAZ in Leipzig bei den deutschen Meisterschaften vertreten. Kristina Gadschiew krönte das Wochenende mit ihrem dritten Platz im Stabhochsprung.

Zweibrücken/Leipzig. „Ich bin so glücklich“, sprudelt es aus Kristina Gadschiew heraus. Die Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken hat gestern bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig die Bronzemedaille geholt – „meine erste Medaille bei den Frauen“. Nur Silke Spiegelburg (Leverkusen), die mit 4,71 Metern einen neuen deutschen Hallenrekord aufstellte, und Anna Battke (Mainz) mit 4,60 Metern sprangen höher. Gadschiew selbst schaffte mit 4,50 Metern eine persönliche Bestleistung, „Beim ersten Sprung über 4,25 Meter war ich zwar noch nervös, aber insgesamt nicht so aufgeregt wie sonst bei einer DM.“ Das gab ihr wohl am Sonntag die nötige Sicherheit.

Erst bei 4,55 Metern war Schluss. „Aber der dritte Versuch war wirklich knapp“, meint die Studentin, die selbst gar nicht mit einer Medaille gerechnet hatte. Die EM-Norm von 4,30 Metern hat sie schon längst in der Tasche, jetzt stehen noch die Nominierungen für die Europameisterschaft in Turin aus. Mit ihrem dritten Platz hat sie zwar gute Chancen und ihr Trainer Andrei Tivontchik ist auch Bundestrainer der Frauen. Gadschiew: „Es wäre schön, aber ich weiß wirklich noch nichts.“

Benner auf Rang fünf

Auf Rang vier landete Carolin Hingst (USC Mainz), die auch in Zweibrücken trainiert, mit 4,45 Metern, Fünfte wurde die deutsche Jugendmeisterin Natasha Benner mit 4,15 Metern. „Mein Ziel war eigentlich ein neuer Jugendrekord. Die Platzierung ist zwar super, nur die Höhe nicht“, erklärt die LAZ-Athletin, um aber gleich kämpferisch hinterher zu schieben: „Ich gebe mich so lange nicht zufrieden, wie ich die 4,31 Meter nicht gesprungen bin.“ Die nächste Chance hat sie am Samstag beim Länderkampf in Metz. Besonders beeindruckt war die Abiturientin von der Anlage und Atmosphäre in der Arena Leipzig. „Es wäre toll, wenn wir immer so eine Halle hätten.“

„Für die Hallensaison ganz okay“ befand Stabhochspringer Raphael Holzdeppe seinen siebten Platz bei den Männern. „Da waren ein paar ganz annehmbare Sprünge dabei“, sagt er. Besonders bei den niedrigeren Höhen, etwa seiner Anfangshöhe von 5,40 Metern, baute er noch „Häuser über die Latte“, wie die Stabartisten sagen. „Es wäre schön gewesen, wenn ich das auch bei 5,60 Metern geschafft hätte“, meint der Helmholtz-Schüler, der wegen des Abiturs nur eine eingeschränkte Hallensaison macht. Der Wettkampf sei mit drei Stunden ein bisschen zu lang gewesen, immer wieder habe es Unterbrechungen gegeben wegen anderer Disziplinen. Den Sieg sicherte sich am Ende Danny Ecker.

Trotz großer Konkurrenz rannte 400-Meter-Läuferin Hannah Wilhelm im Vorlauf zur neuen Bestzeit von 56,36 Sekunden. Dabei trat sie im stärksten Vorlauf gegen die spätere Meisterin Claudia Hoffmann an. „Ich wollte gar nicht wissen, gegen wen ich da laufe. Ich wollte mich nicht danach richten, sondern mein Rennen gestalten“, erklärt die Studentin, die gerade ihr erstes Jahr bei den Frauen angefangen hat. Auf einen hervorragenden sechsten Platz lief Marlon Odom in neuer Saisonbestzeit von 7,81 Sekunden über 60 Meter Hürden.

Stabhochspringerin Kristina Gadschiew erfolgreich über 4,50 Meter
Kristina Gadschiew beim Sprung über 4,50 Meter. Foto: Iris Hensel
abgebrochener Versuch über 5,60 Meter von Raphael Holzdeppe
Seinen letzten Versuch über 5,60 Meter brach Raphael Holzdeppe ab. Foto: dpa