Seine tolle Form hat Nicolas Dietz vom LAZ Zweibrücken am Wochenende unter Beweis gestellt. Nur knapp musste sich der 18-Jährige geschlagen geben und darf zur Belohnung am Länderkampf in Lyon teilnehmen.

Neubrandenburg. Frust und Freude lagen am Sonntag bei Nicolas Dietz nur wenige Minuten auseinander. Die Enttäuschung über die dreimal knapp gerissenen 5,00 Meter war schon wieder verflogen, als er sich bei der Siegerehrung freudestrahlend die Silbermedaille um den Hals hängen durfte.

Bei den 47. Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg landete der Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken in der Altersklasse U20 auf dem zweiten Platz (wir berichteten). Einen „einwandfreien Wettkampf“ attestierte Trainer Bernhard Brenner seinem Schützling, auch wenn das „i-Tüpfelchen“ am Ende fehlte. Die Zeit zwischen den Versuchen nutzten Brenner und Dietz zur Fehleranalyse, nahmen kleine Korrekturen an Anlauf und Absprung vor. Mit seinem Satz über 4,90 Meter gleich im ersten Durchgang sicherte sich der Bottenbacher schließlich die Vizemeisterschaft vor dem höhengleichen Philip Kass (SV Werder Bremen), der sich einen Fehlversuch leistete. Nur einer war an diesem Tag nicht zu schlagen: Tim Jäger vom TSV Bayer 04 Leverkusen überquerte als einziger Athlet die Fünf-Meter-Marke.

„Natürlich ist Nicolas jetzt etwas geknickt. Die Höhe hatte er definitiv drin, das hat man gesehen“, sagte Brenner nach den Titelkämpfen. In der Endphase des Wettkampfs hatte sich Dietz bei der Wahls seines Materials etwas verpokert. Bei den drei Versuchen über die 5,00 Meter habe er „Probleme mit dem Abstand zur Latte gehabt“, da sei „der Stab einfach zu weich gewesen“, erklärt sein Trainer. Dank seiner guten Platzierung bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften wird Nicolas Dietz Deutschland in 14 Tagen beim U20-Länderkampf in Lyon vertreten. Und für in der anstehenden Freiluftsaison traut Bernhard Brenner seinem Springer einiges zu. „Die 5,02 Meter sind noch nicht das Limit. Wenn seine positive Entwicklung anhält, sind im Sommer 5,20 bis 5,30 Meter drin.“ Nicht richtig in Tritt kam dagegen Fahad Sadig. Er brachte am Sonntag keinen gültigen Versuch zustande und wurde Letzter. „Fahad ist schlecht drauf, steckt im Formtief. Aber das wird sich wieder ändern“, sagt Brenner zur Leistung des U18Freiluftmeisters von 2014.

Lob erntete dagegen Mehrkämpfer Nico Fremgen, der in Neubrandenburg erstmals aus zwölf Schritten Anlauf gesprungen war. Der 17-Jährige wurde in der Endabrechnung mit überquerten 4,40 Meter zwar nur Elfter, habe aber, so Brenner, einen sehr guten Wettkampf abgeliefert.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
14.–15.02.2015 Deutsche Jugend‐Hallenmeisterschaften 2015 Neubrandenburg (Deutschland)