Stadt ehrt mit einem Empfang den U 20-Weltmeister im Speerwerfen, Till Wöschler

Die U-20-Weltmeisterschaft des Speerwerfers des LAZ Zweibrücken, Till Wöschler, mit 82,52 Meter im kanadischen Moncton würdigte gestern Nachmittag die Stadt mit einem Empfang.

Zweibrücken. Die Uhren wurden gestern Nachmittag im Stadtratssaal der Rathauses noch einmal zurückgedreht. Auf der Leinwand wurde in allen Sequenzen der sportliche Höhepunkt des Speerwerfers des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken, Till Wöschler, vom 23. Juli überliefert. Der 19-Jährige war im kanadischen Moncton U 20-Weltmeister geworden, wo er mit einem „galaktischen Wurf“, wie ihn sein Trainer Matthias Brockelt bezeichnet hatte, mit dem deutschen Jugendrekord von 82,52 Meter Weltmeister geworden war. Gespenstische Ruhe herrschte beim Empfang, den die Stadt Zweibrücken zu Ehren des Leichtathletik-Diamanten“, wie ihn der Vizepräsident Leistungssport des Landessportbundes, Werner Schröter, bezeichnet hatte, als noch einmal die Bilder des größten sportlichen Triumphes über die Leinwand flimmerten. Gebannt verfolgten Ratsmitglieder, Vereinsvorstände und Tills Familienmitglieder die bewegenden Augenblicke vom Siegeswurf bis zur Siegerehrung, untermalt von der Deutschen Nationalhymne.

Sichtlich bewegt verfolgte auch Till Wöschler die Zeremonie, die ihm die Stadt „als Überraschung“, so der Sportbeigeordnete Rolf Franzen, in einer CD zusammengestellt hatte.

„Till Wöschler ist im wahrsten Sinne des Wortes der große Wurf gelungen“, freute sich Werner Schröter, früher selbst ein erfolgreicher Ringer. Er verglich den jungen Athleten mit einem Diamanten. Sie würden allerdings erst strahlen, wenn sie geschliffen. Dieser Schliff sei dem LAZ, dem Trainer, unterstützt von seinem familiären Umfeld gelungen. Er gratulierte dem LAZ zu „dem Prachtexemplar.“

Der Vizepräsident des pfälzischen Leichtathletik-Verbandes, Paul Paszyna, lobte die Nervenstärke des 19-Jährigen, der quasi mit Vorankündigung den WM-Titel errungen habe und damit in die Weltklasse vorgestoßen sei. Ein besonderes Geschenk hatte die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer parat, die Till Wöschler mit seiner Freundin einen viertägigen Berlin-Aufenhalt spendierte.

„Wir Zweibrücker sind wahnsinnig stolz.“

Rolf Franzen, Sportbeigeordneter

Sowohl Werner Schröter, Anita Schäfer als auch Rolf Franzen, der zuvor die Laudatio auf Till Wöschler gehalten hatte, hoben hervor, dass der Speerwerfer, sowohl in der Schule mit dem Abitur als auch im Sport Hervorragendes geleistet habe. Sie bestärkten den angehenden Bundeswehrsoldaten darin, weiterhin diesen dualen Weg zu beschreiten.

Zu Beginn hatte der Sportbeigeordnet im Beisein von Oberbürgermeister Helmut Reichling noch einmal die sportliche Karriere Till Wöschlers aufgezeichnet. Sie hatte mit vier Jahren mit dem Handballspielen bei SV 64 begonnen und setzte sich über den Speerwurf mit elf Jahren bei der VTZ erlernt, über das LAZ fort. Sein sportlicher Weg verlief kontinuierlich seit 2003 mit seiner ersten Pfalzmeisterschaft mit 43,88 Meter bis hin zur Deutschen Jugendmeisterschaft 2009 und der Vize-Europameisterschaft der U 20 in Sarajewo mit 74,71 Meter. Die zweifache Deutsche Meister dieses Jahres setzte sich mit dem WM-Titel selbst die sportliche Krone auf. „Seine Steigerung von 74 auf über 82 Meter ist in dieser Dimension eine unvorstellbare Leistung“, hob rolf Franzen hervor.

Erinnerungen an den grandiosen Triumph von LAZ-Speerwerfer Till Wöschler bei der U 20-WM im kanadischen Moncton wurden wachgerufen
Erinnerungen an den grandiosen Triumph von LAZ-Speerwerfer Till Wöschler bei der U 20-WM im kanadischen Moncton wurden gestern Abend beim Empfang der Stadt Zweibrücken im Stadtratssaal wachgerufen. Foto: pma
U20-Weltmeister 2010 Till Wöschler bei der Ehrengabe der Stadt Zweibrücken
Der Sportbeigeordnete Rolf Franzen (Mitte) überreichte Till Wöschler im Beisein von Oberbürgermeister Helmut Reichling (rechts) die Ehrengabe der Stadt Zweibrücken. Foto: Jacobi