Zweibrücken. Der neue hauptamtliche Trainer des LAZ Zweibrücken seit 1. Dezember heißt Alexander Gakstädter. Der 29-Jährige trat die Nachfolge von Todd Henson an, der einen neuen Job in Florida/USA angetreten hatte. Gakstädter soll als ehemaliger Stabhochspringer künftig das Bindeglied zwischen dem LAZ-Nachwuchs und den Spitzenathleten bei Trainer Andrei Tivontchik bilden und auch als dessen Co-Trainer fungieren.

„Wir freuen uns, dass wir einen neuen Trainer haben, der die Strukturen in unserem Verein gut kennt. Alexander ist ja in Zweibrücken aufgewachsen“, sagte gestern Alexander Vieweg, stellvertretender Vorsitzender des LAZ Zweibrücken, bei der Vorstellung des Neuen. Der Weggang des US-Amerikaners Todd Henson habe die LAZ-Verantwortlichen ein wenig überrascht, Henson habe noch einen Vertrag bis zum Ende des Olympiazyklus (nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro) gehabt. „Todd Henson ist in Zukunft in Florida tätig, da ist er wärmetechnisch auch besser aufgehoben“, meinte Vieweg lachend. Henson soll dort bei einem privaten Unternehmen als Trainer angeheuert haben, das Trainingscamps für Spitzenathleten anbietet.

„Das Angebot kam überraschend. Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, nach Zweibrücken zurückzukommen. Die Option hat sich so ergeben“ , gibt Alexander Gakstädter zu, der nach seinem Studium der Geografie und Sport für das Lehramt am Gymnasium kurz vor dem ersten Staatsexamen steht. Seit vier Jahren studiert Gakstädter in Marburg,muss sich nach eigener Aussage an Zweibrücken „erst wieder ein bisschen gewöhnen“. Dass er vier Jahre von Zweibrücken abstinent war, merke er schon. „Die Aufgabe hat mich aber definitiv gereizt. Auch die Chance, in dem Feld überhaupt, und dann auch noch mit Andrei Tivontchik zusammen zu arbeiten“, sagt er. Zuhause bei seinen Eltern ist er allerdings nicht wieder eingezogen, er hat eine Wohnung in der Stadtmitte.

Gakstädter, der als Stabhochspringer 2003 bei der U18-Weltmeisterschaft im kanadischen Sherbrooke den elften Platz belegt hatte, betreute früher bereits als Trainer eine Stabhochsprunggruppe. „Da war zum Beispiel Nicolas Dietz drin“, verdeutlicht er. Laut Alexander Vieweg verfügt der neue Mann über alle vom Deutschen Leichtathletik-Verband geforderten Grundtrainer-Lizenzen, als nächstes solle der Erwerb der B-Lizenz folgen. „Irgendwann wird im Anschluss auch noch ein Studium in Köln angestrebt“, erklärt Vieweg. Gakstädters hauptamtliche Stelle ist mittels Mischfinanzierung durch Bund, Land und Verein gesichert, „wir als Verein könnten die Stelle allein nicht bezahlen“. Der Vertrag des neuen Trainers läuft bis zum Ende des Olympiazyklus, die Zusammenarbeit soll laut Vieweg aber langfristiger sein.

Frauen-Bundestrainer Andrei Tivontchik meint zur Neuverpflichtung: „Ich bin sehr erleichtert, dass Alexander den Job angenommen hat. So können wir in Zukunft das Training und die Wettkampfbetreuung optimal gestalten.“ Vieweg verwies dazu auf die unterschiedlichen Leistungslevels der Athleten, die „alle bedient werden müssen“.

Die bei Gakstädters Vorstellung anwesenden Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Daniel Clemens sind bisher zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung auf die Hallensaison und das an wichtigen Wettkämpfen (Hallen-Weltmeisterschaft, Europameisterschaft und Olympische Spiele) proppenvolle Jahr 2016. Das beginnt am 16. Januar mit einem Hallenmeeting in Merzig, ein weiterer Höhepunkt für die LAZ-Sportler ist sicher auch der Hallenstürmer-Cup am 30./31. Januar in der heimischen Dieter-Kruber-Halle.

Alexander Vieweg (Mitte), stellvertretender Vorsitzender des LAZ Zweibrücken, stellt Alexander Gakstädter (rechts) als neuen hauptamtlichen Trainer des Vereins vor. Gakstädter unterstützt künftig Stabhochsprungtrainer Andrei Tivontchik auch bei der Arbeit mit Raphael Holzdeppe (links).
Alexander Vieweg (Mitte), stellvertretender Vorsitzender des LAZ Zweibrücken, stellt Alexander Gakstädter (rechts) als neuen hauptamtlichen Trainer des Vereins vor. Gakstädter unterstützt künftig Stabhochsprungtrainer Andrei Tivontchik auch bei der Arbeit mit Raphael Holzdeppe (links). (Foto: jo)