Leichtathletik: Kooperation des Hofenfels-Gymnasiums mit dem LAZ besiegelt

Die Voraussetzungen sind geschaffen: Mit dem Kooperationsvertrag des Hofenfels- Gymnasiums mit dem LAZ Zweibrücken sollen Schule und Leistungssport besser mit einander verzahnt werden.

Zweibrücken. „Partnerschule des Sports“ darf sich sei gestern Nachmittag offiziell das Hofenfels- Gymnasium (HFG) Zweibrücken nennen. Detlev Schönberg, Referent für Leistungssport beim Landesportbund, überreichte zusammen mit Herbert Tokarski vom Bildungsministerium sowie Ulrich Klaus, Vizepräsident des Leistungssports beim LSB, die Metall-Plakette an HFG-Schulleiter Werner Schuff. „Sie wird in unserer Schule an einem prominenten Platz, befestigt werden“, erklärte Schuff anschließend. Aufmerksame Zuschauer waren neben dem Beigeordneten für Sport der Stadt Zweibrücken, Rolf Franzen, Theo Lamberts, Schulsportreferent von der ADD (Aufsichtsund Dienstleistungsdirektion), Erich Bremicker, Ehrenpräsident des Leichtathletik-Verbandes Pfalz, sowie der Vorsitzende des LAZ Zweibrücken, Josef Scheer, und Stellvertreter Karl-Heinz Werle, Kooperationspartner des Projekts.
Rolf Franzen, früher selbst ein erfolgreicher Leichtathlet, freute sich, dass die Wahl auf Zweibrücken gefallen ist: „Was lange währt, wird endlich gut“, erinnerte er an die Bestrebungen des verstorbenen LAZ-Vorsitzenden, Professor Dieter Kruber, der schon zu seiner Zeit in Zweibrücken eine Sportklasse einrichten wollte. Mit der Kooperation zwischen dem HFG und dem LAZ sei nun auch Zweibrücken ein „regionaler Stützpunkt“ geschaffen, an dem Leistungssportler gefördert und unterstützt werden können. Im Gegensatz zu den bisherigen Bestrebungen des LSB mit dem Projekt „Sport in Schule und Verein“ sei die „Partnerschule des Sports“ auf einer „professionelleren Schiene“ gelagert.
Herbert Tokarski hofft, dass mit dieser „fruchtbaren Partnerschaft“ Talente gefördert werden und sich zunächst beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ entsprechende Erfolge erzielt werden. Er sieht in der Kooperation „ein weiteres Mosaiksteinchen der Sportförderung in Rheinland-Pfalz“.
Den „leistungssportlichen Schwerpunkt“ stellte auch Ulrich Klaus heraus. Vordergründig sollte versucht werden, „gute schulische und sportliche Leistungen talentierter Kinder miteinander zu vereinbaren“. Schülern soll bei zunehmend engerem Zeitbudget „eine duale Karriere“ ermöglicht werden. Dazu sei Zweibrücken geradezu prädestiniert.
Nun gelte es seitens der Schule in Zusammenarbeit mit dem Bundesstützpunkt LAZ und qualifizierten Trainern „nach ihrem sportlichen Profil“ zu suchen.

Sport ist der Gewinner

Die Stadt Zweibrücken hat in der Leichtathletik einen guten Namen. Dafür haben vor allem die Athleten des LAZ Zweibrücken mit ihren nationalen und internationalen Erfolgen gesorgt. Deshalb war es verwunderlich, dass man sich bisher nicht des Potenzials des Bundesleistungszentrums bedient hat. Ist doch im Westpfalzstadion die Infrastruktur vorhanden, um alle leichtathletischen Disziplinen auszuüben. Ganz zu schweigen von den Trainern, die das LAZ vorhält. Deshalb ist es erfreulich, dass mit der Kooperation des Hofenfels- Gymnasiums mit dem LAZ endlich die Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Jetzt sollte aber nicht erwartet werden, dass die Spitzenathleten nur so aus dem Boden schießen. Doch lohnt der Versuch, Schule und Leistungsport erstmals unter einen Hut zu bringen. Nunmehr ist die Basis gelegt, die auch für auswärtige Sportler anziehend ist. Der Gewinner steht aber bereits fest: Das ist der Sport.