Was für ein Marathon bei 21 Grad unter bedecktem Himmel am frühen Morgen, aber bei 88 Prozent Luftfeuchtigkeit. Noch nie endete ein WM-Marathon so eng, noch nie wurde er erst auf den letzten Metern entschieden. Nach einer Laufzeit von 2:27:35 Stunden gewann die Äthiopierin Mare Dibaba (25) das Rennen über 42,195 Kilometer mit einer Sekunde Vorsprung vor der Kenianerin Helah Kiprop und der ebenfalls aus Kenia stammenden, aber für Bahrain startenden Eunice Jepkirui Kirwa, die vier Sekunden zurücklag. Und selbst Jemima Sumgong als Vierte lief noch in Sichtweite der Siegerin ins Ziel. „Seit ich in Peking weile, war es nur heiß, ich machte mir echt Sorgen. Aber der bedeckte Himmel machte es uns leichter“, sagte die Siegerin, die erst die zweite Goldmedaille für die Läufernation Äthiopien holte. 52 der 67 gestarteten Läuferinnen erreichten das Ziel. Die zweifache Weltmeisterin Edna Kiplagat (Kenia) wurde nur Fünfte. Um Mare Dibaba hatte es vor Jahren einmal Wirbel gegeben, weil sie unter einem falschen Geburtsdatum nach Aserbaidschan wechseln wollte. Das fiel auf, dann blieb sie Äthiopierin.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
22.–30.08.2015 Weltmeisterschaften 2015 Peking (China)