Es war die erwartete Zwei-Klassen-Gesellschaft im Stabhochsprung der männlichen Jugend. Raphael Holzdeppe dominierte bei den Deutschen Hallen-Jugend-Meisterschaften in Düsseldorf die Konkurrenz. Mit 5,55 Metern vereidigte er am Sonntag seinen Titel erfolgreich und scheitere erst an der Hallen-Weltbestleistung von 5,70 Metern, die der Russe Leonid Kiwalow mit 5,67 Metern bei den Jugendlichen hält.

Als die Konkurrenz bei den Deutschen Hallen-Jugend-Meisterschaften in Düsseldorf die Stäbe schon wieder einpackte, befestigte sich Raphael Holzdeppe gerade seine Startnummer am Trikot. Was dann folgte, war die erwartete Flugshow des Schützlings von Andrei Tivonchik. Bei 5,20 Metern stiegt der 18-Jährige in den Wettkampf an, baute ein "Haus" über der Latte und ließ die Düsseldorfer Leichtathletikhalle jubeln.

Dass seine Disziplinkollegen die Leistung des Ausnahmespringers neidlos anerkannten, zeigte sich, als Raphael Holzdeppe 5,70 Meter auflegen ließ, denn alle Stabhochspringer standen am Anlauf und feuerten ihn an. 5,70 Meter, so hoch ist noch kein Athlet seines Alters je gesprungen. Doch auch für Raphael Holzdeppe war es noch zu viel.

5,70 Meter heute noch zu hoch

Bei jedem seiner Versuche stand die Halle hinter ihm, klatsche im Rhythmus und versuchte ihn über die Latte zu tragen. Beim zweiten Sprung über die Rekordhöhe wurde deutlich, dass die Weltbestleistung in ihm steckt, denn nur um einen Hauch touchierte er die Latte. „Wenn ich bei 5,70 Metern so gut gesprungen wäre, wie bei meinem Versuch über 5,55 Metern, wäre es heute was geworden mit dem Rekord“, bilanzierte der Athlet der LAZ Zweibrücken.

Doch von Enttäuschung keine Spur. „Das war die zweitbeste Höhe, die ich je gesprungen bin“, stellte Raphael Holzdeppe fest und seine strahlenden Augen ließen jeden Zweifel an seiner Zufriedenheit vergessen. In der nächsten Woche macht der junge Stabakrobat Station bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen und wird im Glaspalast eine Fortsetzung seiner in Düsseldorf gezeigten Flugshow bieten. Sein Ziel dort: „Die Großen ärgern.“
( Bericht ist übernommen von der Homepage des DLV)

Natasha Benner flog am höchsten

. Natasha Benner flog über die neue Jahresbesthöhe von 4,15 Meter - konnte sich aber nicht sicher sein, ob das reicht. Die Mainzerin Christina Michel hatte diese Höhe nach übersprungenen 4,10 Metern ausgelassen. 4,20 Meter waren für sie allerdings am Samstag noch zu hoch und so blieb ihr hinter Natasha Benner.
Ann-Kathrin hatte sich im Abschlusstraining den Sprungfuss stark geprellt. Sie sprang mit großen Schmerzen, aber erreichte trotzdem dank ihrer kämpferischen Einstellung die Bronzemedaille mit 4,10 m.
Caroline Günther übersprang 3,70 m und stellte damit ihre Bestleistung ein. Ein guter Sprung über 3,80m scheiterte sehr knapp, so dass sie sich bald dahin verbessern sollte. In dem Feld der A-Jugend kam sie damit auf Rang 9 und war damit die drittbeste B-Jugendliche.

Im Hammerwurf der B-Jugend war Sara-Cathrin Krieg die Beste ihres Jahrgangs. Sie erzielte mit 42,87 m Bestleistung und es fehlten nur 60 cm zur Bronzemedaille.

Marc Brendamour (MJB) wurde im Diskuswurf Fünfter. Er warf sehr gute 49, 63 m, dabei trennte ihn nur ein halber Meter vom Bronzerang.