Wenig Ruhe war Kristina Gadschiew, der Bronzemedaillengewinnerin der Hallen-EM von Paris, in dieser Woche gegönnt. Gestern Nachmittag wurde die Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken vom Vorsitzenden Josef Scheer geehrt.

„Kristinas Erfolg hat allerlei Staub aufgewirbelt.“

Josef Scheer,
LAZ-Vorsitzender

Zweibrücken. Die Sektkorken knallten gestern Nachmittag im Besprechungsraum der Dieter-Kruber-Halle des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken. Der Grund: Der Vorsitzende Josef Scheer ehrte Kristina Gadschiew, die sich am vergangenen Sonntag bei der Hallen-Europameisterschaft im Palais Omnisports in Paris die Bronzemedaille im Stabhochsprung mit 4,65 Meter gesichert hatte. „Kristinas Erfolg hat allerlei Staub aufgewirbelt“, analysierte der LAZ-Vorsitzende das Echo. Er überreichte der 26-jährigen Lehramtsstudentin an der TU Kaiserslautern für Sport und Chemie Geschenkmünzen einer Zweibrücker Boutique. „Die kann ich sehr gut gebrauchen. Die werde ich nicht hergeben“, erzählte die Hornbacherin und lachte.

Denn ihre Bronzemedaille hatte sie nicht dabei. „Meine Mutter hat sie am Montag bei meiner Rückkehr aus Paris direkt an sich genommen. Aber keine Sorge, in einer Woche taucht sie sicher wieder auf“, erinnerte sich die überglückliche Athletin im Beisein ihres Trainers Andrei Tivontchik. Er bekam eine Flasche Rotwein von Josef Scheer überreicht, die er sich in Anerkennung seiner Verdienste um die Leistung seines Schützlings redlich verdient habe. „Er hat eine Engelsgeduld mit Frauen“, lobte der LAZ-Vorsitzende.

So richtig zum Feiern ist die „Vorzeigeathletin“, wie sie der LAZ-Vorsitzende gerne nennt, noch gar nicht gekommen. Selbst in Paris fiel die geplante Feier aus. Lediglich in Disneyland wurden auf einem Fahrgerät ein paar Runden gedreht, während die Kneipen zu dieser Stunde weitestgehend geschlossen hatten. „Dann sind wir direkt ins Hotel gefahren, da wir alle müde waren“, blickt sie zurück.

Ausgeschlafen muss sie spätestens am Freitag sein, wenn sie ab dem Flughafen Hahn mit dem Perspektivkader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Olympischen Spiele 2012 in London für drei Wochen zum Trainingslager nach Portugal abfliegt. Dabei ist auch ihr Vereinskamerad Raphael Holzdeppe, Olympiaachter 2008 in Peking im Stabhochsprung.

In Portugal sollen die Grundlagen für die Sommersaison gelegt werden, wie Bundestrainer Andrei Tivontchik erklärt. „Kondition und ein bisschen Technik aus kurzem Anlauf“, erklärte er die Schwerpunkte. Ende Mai ist der erste Wettkampf der Sommersaison geplant, die in der WM in Daegu/Südkorea ihren Höhepunkt hat.

Ausgezeichnet wurden gestern noch der Silbermedaillengewinner und die Dritte der Deutschen Jugendmeisterschaften im Stabhochsprung, Daniel Clemens und Michaela Donie. Die Mauschbacherin war aber verhindert.

Ehrung des Zweiten der Jugend-DM Daniel Clemens und der Bronzemedaillengewinnerin der Hallen-EM (Paris) Kristina Gadschiew
Der LAZ-Vorsitzende Josef Scheer (rechts) ehrte die Bronzemedaillengewinnerin, Kristina Gadschiew, den Zweiten der Jugend-DM, Daniel Clemens, und deren Trainer Andrei Tivontchik. Foto: ski
Kristina Gadschiew meisterte bei der Hallen-EM (Paris) die 4,65 Meter und wurde damit Dritte
Souverän meisterte Kristina Gadschiew bei der Hallen-EM die 4,65 Meter, die ihr die Bronzemedaille sicherte. Foto: dpa

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
04.–06.03.2011 Hallen-Europameisterschaften 2011 Paris (Frankreich)