Mannheim. Die Leichtathletik Welt trifft sich am Samstag und Sonntag einmal mehr in Mannheim. Rund 450 Athleten der Jahrgänge 1997 und 1998 aus 22 Nationen arbeiten bei der Bauhaus-JuniorenGala im Michael-Hoffmann-Stadion auf ihren Saisonhöhepunkt hin: die U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz vom 19.bis 24.Juli.

Im vorigen Jahr haben sich Gina Lückenkemper und Sina Mayer noch auf der superschnellen Laufbahn der MTG-Anlage im Pfeifferswörth in der U20 duelliert, am vergangenen Sonntag dann bei den Frauen in Kassel den Titel über 200 Meter unter sich ausgemacht. So schnell kann das gehen. Oder Constanze Klosterhalfen. Dieses unglaubliche Mittelstreckentalent stand noch 2015 im Mittelpunkt der Mannheimer-Gala.

Wer sich die Mühe macht, in den Annalen zu blättern, der findet in der Gala-Historie Namen wie Frank Busemann, Raphael Holzdeppe oder David Storl auf Platz eins der ewigen Bestenliste, dagegen steht Robert Harting dort nur an Nummer drei(2003).

Gleichwie, die Gala ist das Sprungbrett in die Aktivenklasse. „Uns ist es wichtig, junge Athleten auf das vorzubereiten, was denn in einer möglichen Karriere kommt, der Umgang mit der internationalen Konkurrenz oder das Melden im Callroom“, sagt Meetingdirektor Rüdiger Harksen.

Es ist einzigartig in der Welt, dass für Athleten unter 20 Jahren solch ein komfortables Meeting stattfindet. Seit 1994 steht die MTG Mannheim für eine beispiellose Organisation mit Herz.„Es macht wirklich total Spaß zu sehen, wie gerne die Athleten aus der ganzen Welt zu uns kommen. Gerade heute sind die Australier mit 80 Mann eingetroffen. Sie reisen um die halbe Welt,um bei uns dabei zu sein“,sagte Harksen. Natürlich werden auch sie dann weiterreisen zu den U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz.

Aus der Pfalz machen sich die beiden Hochspringerinnen Leonie Reuter (TV Rheinzabern) und Meike Reimer(ABC Ludwigshafen)Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme. Sie starten am Sonntag ab 11.20 Uhr.Beide haben auch schon internationale Erfahrung. Reuter war vor zwei Jahren bei der WM in Eugene und zusammen mit Reimer auch im vorigen Jahr bei der EM in Eskilstuna.

Die Landauerin Reuter ist mit 1,83 Meter schon sehr gut in die Saison gestartet, ebenso wie Mareike Max und Laura Gröll, die Mutterstadterin Reimer hinkt noch etwas hinterher. Sie hat zwar erst 1,76 Meter zu Buche stehen, aber sie ist, wie ihr Trainer Juri Tscherer sagte, nach Krankheit und Patellasehnenproblemen wieder richtig gut drauf. „Gewinnen mit Norm“, meinte er, sei das Ziel. Aber wer hat das nicht?