Unverhofft kommt oft. Das musste der Schreiber dieser Zeilen, seines Zeichens zuständig für den Lokalsport der RHEINPFALZ in Zweibrücken, am Sonntag feststellen. Hat er vielleicht beim Viertelfinale der B-Junioren des SV 64 Zweibrücken gegen TuSEM gar einen Blick in die Zukunft des Journalistenberufs werfen können? Eine bunte Welt mit Artikeln für das Printprodukt, eigenen Fotos, abgedrehten Filmsequenzen für die App, FacebookAccount und ständig abzusetzenden Twitter-Meldungen. Als wäre das nicht genug, kam beim Handball-Spiel noch eine weitere Aufgabe hinzu. Die schweißtreibende Spielfeldarbeit der Zweibrücker Junglöwen gegen die Essener Jungs hatte eine Lache auf dem Parkett gebildet. Einer der Referees aus dem Gespann hielt die Spielzeit an und bat mit einem Wink in die Hallenecke zur Beseitigung des „Wasserschadens“.

Nur: Just in jener Hallenecke stand diesmal kein Ordner des gastgebenden Vereins. Die drei in der Ecke stehenden Personen sahen sich gegenseitig an, zwei davon signalisierten dem Schreiber kopfschüttelnd und durchaus grinsend, dass sie den Weg mit dem Wischer nicht antreten würden. Was tun, nachdem der Schiri bereits energisch zum zweiten Mal zur Erledigung seines Auftrags winkte? Feudel schnappen, losmarschieren, Stelle zeigen lassen und wischen. Und das Ganze später noch einmal. Da konnte sich SV 64-Vorsitzender Klaus Wöschler auf der anderen Hallenseite ein Grinsen nicht verkneifen.

Wie hieß es doch früher bei einem bekannten Sport-Fernsehsender? Mittendrin statt nur dabei. Eben! Das nächste Mal betätigt sich der Protagonist dann als Ballholer hinterm Tor des SVN Zweibrücken, als Lattenanheber beim Stabhochsprung-Meeting des LAZ Zweibrücken oder als Waffenputzer bei den Fechtern der VTZ Zweibrücken. Und morgens trage ich vor dem Redaktionsdienst in meinen Stadtteil noch schnell die Zeitungen aus. #Dem Redaktör ist nicht zu schwör!