Zwölf LAZ-Athleten nehmen am Jugend-WM-Camp in Berlin teil – Viel Spaß und Stars hautnah

Zelten neben dem Olympiastadion, jeden Tag live im Stadion dabei und die großen Stars direk vor Nase – zwölf Leichtathleten des LAZ Zweibrücken erleben die WM in Berlin hautnah, sind mittendrin statt nur dabei.

Berlin. Sprintsuperstar Usain Bolt höchstpersönlich bedankte sich bei ihnen für ihre Unterstützung bei seinem Weltrekordlauf. Das Fernsehen hält gern und oft die Kamera auf sie. Denn kaum jemand macht im Olympiastadion in Berlin soviel Rabatz wie die Teilnehmer des Jugend-WM-Camps des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Unter den rund 200 ausdauernden Stimmungsmachern sind auch zwölf Zweibrücker.

Seit gut einer Woche schnuppern Till Wöschler, Marc Flickinger, Max Eybe, Marc Brendamour, Siri Seliger, Katharina Meyer, Alexandra Reinking, Teresa Persard, Isabelle Schollenberger, Sara Krieg, Ann-Katrin Schwarz und ihr Trainer Matthias Brockelt vom LAZ Zweibrücken WM-Luft. „Es ist super, so nah an den Stars dran zu sein“, sind sich alle einig. „Manche laufen einfach so vor dem Stadion rum.“ Jeden Tag schauen sich die Zweibrücker die Wettkämpfe an. Mit Deutschlandfahnen, Tröten und gut geölten Stimmbändern machen sie sich auf den kurzen Weg von ihrem Zeltlager im Reiterstadion zum Olympiastadion, wo sie all die großen Momente und Geschichten miterleben, die diese WM schreibt. Von Bolts Fabelweltrekord bis zu den deutschen Goldmedaillen von Steffi Nerius und Robert Harting.

Über ihren persönlichen Höhepunkt herrscht kein Zweifel: „Das 100-Meter-Finale. Da war die Stimmung gigantisch.“ Siri Seliger, Katharina Meyer, Alexandra Reinking und Teresa Persard haben sogar kurzerhand einen kleinen Bolt-Fanclub gegründet. „Wir haben Fahnen und Armbänder gekauft. Und inzwischen kennen uns die jamaikanischen Fans schon. Sie sagen immer zu uns: Hey, da sind die Bolt-Girls“, erzählt die 18- jährige Alexandra Reinking. Gestern Abend waren sie sogar im ZDF zu sehen. Die vier Mädels lieben Bolts Lockerheit, seine Witze und die Gelassenheit, mit der er Höchstleistungen bringt. „Er unterhält das ganze Stadion und gewinnt immer, obwohl er nicht voll ausläuft“, sagt die 18-jährige Teresa Persard bewundernd.

Täglich werden die jungen Zweibrücker in Berlin Zeugen, wie Sportler über sich hinauswachsen. Das spornt sie an, selbst hart zu trainieren, um vielleicht irgendwann auch einmal auf so einer großen internationalen Bühne antreten zu können. „Natürlich ist das der Traum jedes Sportlers, aber es ist schwer, dorthin zu kommen“, sagt Max Eybe. Einer, der dafür gute Aussichten hat, ist der 18-jährige Till Wöschler, der bei den U23-Europameisterschaften in Novi Sad Silber im Speerwerfen gewann. „Ich bin sehr motiviert und denke, ich könnte es schaffen, bei einer WM dabei zu sein.“

Bolt-Girls
Die Bolt-Girls: Alexandra Reinking, Siri Seliger, Teresa Persard und Katharina Meyer (von links) mit LAZ-Trainer Matthias Brockelt (Mitte) vor ihren Zelten am Berliner Olympiastadion. Foto: Stefanie Marsch