Leichtathletik: Mauschbacherin trotzt bei Deutscher Jugendmeisterschaft dem Regen

Mit der ersten Medaille haben die Deutschen Jugendmeisterschaften für das LAZ Zweibrücken gut begonnen. Im strömenden Regen erkämpfte sich Michaela Donie Silber im Stabhochsprung.

Zweibrücken/Ulm. Was genau überwog – die Freude über die Silbermedaille oder darüber, endlich aus dem Regen zu kommen – konnte Stabhochspringerin Michaela Donie vom LAZ Zweibrücken am Freitagabend nach dem zweiten Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Ulm nicht genau sagen. „Die Silbermedaille ist gut“, sagte sie dann auch sehr verhalten. „Es war sauschwer zu springen. Die Mädels sind alle nass bis auf die Knochen“, berichtete Trainer Helmut Kruber. Drei Stunden hatte der Wettbewerb der Jugend B gedauert. Donie war erst spät bei 3,65 Metern in den Wettbewerb eingestiegen, als nur noch acht von 27 Springerinnen im Wettbewerb waren. 3,75 Meter im ersten, 3,65 Meter im zweiten Versuch, es fing recht gut an. Doch bei Regen und nur knapp 13 Grad zitterte sie sich erst im letzten Versuch über 3,80 Meter. Diese Höhe hatten Donies vier übriggebliebenen Konkurrentinnen ausgelassen. Drei scheiterten an der nächsten Höhe 3,85 Meter, die Donie wiederum ausließ. Am Ende ging es gegen Julia Ott aus Gunzenhausen um Gold. „Doch die 3,90 Meter haben nicht mehr geklappt. Der Anlauf war gut, doch beim Aufrollen bin ich nach rechts rausgegangen“, erklärte die Mauschbacherin. Da reichte dann die Höhe nicht mehr. Ott schaffte die 3,90 Meter ebenso wenig, gewann mit 3,85 Metern. Ihren Wettkampfhöhepunkt hat Michaela Donie aber ab dem nächsten Wochenende bei der Jugend-Olympiade in Singapur noch vor sich. Ihre Vereinskollegin Franziska Kappes war mit dem Regen nicht zurechtgekommen, scheiterte früh an 3,45 Metern und wurde Neunte.

Nicht zufrieden mit seinem vierten Platz im Stabhochsprung der Jugend B war Lukas Hallanzy. Verständlich, schließlich verpasste er die Medaillenränge nur dank der größeren Zahl an Fehlversuchen. Zweit- und Drittplatzierte hatten ebenso wie der 16-jährige Zweibrücker die 4,60 Meter übersprungen. „Ich hätte besser springen können. Aber die Stäbe waren nass und ich bin zwei Mal abgerutscht. Das ärgert mich“, sagte Hallanzy nach dem Wettkampf. Seine Sprünge über 4,50 Meter seien technisch gut gewesen. Doch der Einstand in der B-Jugend mit einem vierten Platz auf nationaler Ebene sei trotz allem gut.

Finale knapp verpasst

Knapp am Finale vorbei lief am Freitag LAZ-Athlet Tim Ruhstorfer über 400 Meter der B-Jugend. In 50,94 Sekunden kam er mit der neuntschnellsten Zeit ins Ziel. Laura Müller, mit Geburtsjahrgang 1995 noch A-Schülerin, kam in Ulm in ihrem Vorlauf über 800 Meter als Sechste ins Ziel. In 2:18,10 Sekunden blieb sie unter ihrer Siegerzeit der Süddeutschen Meisterschaft, allerdings reichte das nicht fürs Finale. Es war die insgesamt zehntschnellste Zeit in den Vorläufen. Leonie Günther blieb im Hammerwurf der Jugend B mit 40,07 Metern unter ihrer Bestleistung und landete am Ende auf Rang neun.

Vom trüben Wetter nicht stören ließ sich Christin Hussong vom TV Thaleischweiler, die sich mit genau 51 Metern die Goldmedaille im Speerwurf der Jugend B sicherte.

Stabhochspringerin Michaela Donie bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm 2010
Michaela Donie kämpfte sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften durch den Regen und wurde mit Silber belohnt. Foto: Hensel

Auf einen Blick

Das LAZ Zweibrücken bietet Kindern am Mittwoch, 11. August, die Möglichkeit, mit dem U 20-Weltmeister im Speerwerfen, Till Wöschler, und seinem Trainer, Diplom-Sportlehrer Matthias Brockelt, ein Schnuppertraining zu absolvieren. Anschließend gibt es noch eine Autogrammstunde. Treffpunkt ist um 15 Uhr vor der Dieter-Kruber-Halle, das Training im Westpfalzstadion dauert bis etwa 16.30 Uhr. Angesprochen sind Kinder zwischen sieben und 13 Jahren. Die Schnupperstunde kostet 20 Euro pro Kind, LAZ-Mitglieder zahlen zehn Euro.

Anmeldungen an Matthias Brockelt, Tel. (01 77) 8 57 70 41, oder per E-Mail an matthiasbrockelt@gmx.de.