Meinung

Citius, altius fortius, schneller höher, stärker, lautete schon Ende des 19. Jahrhunderts die These von Pierre de Coubertin, dem Begründer der neuzeitlichen Olympischen Spiele. Dabei hatte er sicher nicht daran gedacht, diese sportlichen Ziele mit unlauteren Mitteln, wie etwa Doping, zu erreichen. Doch zieht sich mittlerweile die Geisel des Sports wie ein roter Faden durch alle Sportarten. Fast täglich werden neue Betrugsfälle aufgedeckt. Muss sich aber nicht die Gesellschaft an die eigene Brust klopfen, die Forderungen an die Sportler wieder auf das menschliche Maß zurückschrauben. Nicht den Zweitplatzierten schon als den ersten Verlierer abstempeln. Ist es doch für den Sportler ein schmaler Grat, der zwischen Erfolg und Misserfolg entscheidet. Gleichzeitig gilt es, härtere Strafen für die Dopingsünder zu fordern. Doping darf nicht zum Kavaliersdelikt verkommen. Wer dopt, ist unfair.