Leichtathletik: Nach Silber für Donie nun auch Gold für Wöschler und Silber für Clemens

Nach dem Silber für Michaela Donie zum Auftakt am Freitag, legten die LAZ-Athleten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften nach. Till Wöschler holte sich den Titel, Daniel Clemens Platz zwei.

Zweibrücken/Ulm. Zum Abschluss öffnete der Himmel noch einmal seine Schleusen über dem Ulmer Leichtathletikstadion. Wie schon am Freitag gab es bei den Deutschen Jugendmeisterschaften heftige Regenfälle, mit dem Ergebnis, dass der Hammerwurfwettbewerb der weiblichen Jugend A abgebrochen wurde, nachdem alle 4x100-Meter-Staffeln im Ziel waren.

In trockenen Tüchern waren zu diesem Zeitpunkt bereits die Medaillen für das LAZ Zweibrücken. Stabhochspringer Daniel Clemens hatte sich am Samstagmittag Silber in der Jugend A gesichert. Am Sonntagmorgen warf dann der Juniorenweltmeister Till Wöschler seinen Speer zum Meistertitel. Mit seinem Meistertitel war Till Wöschler mehr zufrieden als mit seiner Siegerweite von 77,38 Metern, fünf Meter kürzer als bei seinem Sieg bei der U 20-WM im kanadischen Moncton vor zwei Wochen. „Mich für die Deutschen Meisterschaften noch mal zu motivieren, war natürlich nicht so einfach. Letztlich ist es eine respektable Weite geworden. Technisch war das nicht so sauber. Bei 25 Leuten und der langen Wartezeit zwischen den Würfen war es nicht einfach“, sagte er nach dem Wettkampf. Sein Trainer Matthias Brockelt war dennoch zufrieden. „Wir haben seit der WM nichts mehr gemacht. Das war ein erster Aufgalopp. Der Anlauf war auch nass, da ist Till nicht richtig drauf gegangen beim Abwurf“, erklärte Brockelt. Mit der Leistung seines zweiten Schützling Sara-Cathrin Krieg, die mit dem Speer in der Jugend A mit 46,52 Metern Fünfte wurde, war der LAZ-Trainer ebenfalls glücklich. „Das war ihr zweitbester Wettkampf bisher, das war sehr in Ordnung.“

Ebenfalls mit seiner Leistung, aber nicht mit seiner Platzierung haderte Stabhochspringer Daniel Clemens. Mit übersprungenen 5,10 Metern und dank wenigerer Fehlversuche holte er Silber in der Jugend A. „Bei der Höhe hätte noch mehr drin sein müssen. Es waren super Bedingungen am Samstag, nur leichter Rückenwind. Aber über der Latte hat es bei mir nicht so hingehauen.“

Revanchen für verpasste WM

So meisterte er 4,85 Meter, 5,00 Meter und 5,10 Meter jeweils im ersten Versuch, scheiterte aber drei Mal an 5,20 Meter. „Beim zweiten Versuch war ich schon drüber, habe aber dann mit der Brust gerissen. Bei den anderen beiden Versuchen waren die Stäbe zu weich“, erklärt der Mörsbacher. Genugtuung verschaffte ihm aber auch noch etwas anderes. „Die zwei Springer, die nach Moncton zur U 20-WM gefahren sind, habe ich beide hinter mir gelassen.“ Tom Konrad (Schwerin) kam mit fünf Metern nur auf Rang vier, Pascal Koehl (Rehlingen) leistete sich sogar einen „Salto nullo“.

In den Endlauf über 200 Meter war Tim Ruhstorfer in der Jugend B geprescht. Nach der viertschnellsten Zeit von 22,40 Sekunden im Vorlauf reichte es im Finale mit 22,48 zu Platz acht. Jan Rothhaar war über 110 Meter Hürden nach 14,43 Sekunden im Vorlauf mit 14,66 Sekunden im Zwischenlauf ausgeschieden. Für Sina Mayer, die noch A-Schülerin ist, war bei der Jugend B über 100 Meter in 12,86 Sekunden nach dem Vorlauf Schluss. Mit dem Silber von Michaela Donie am Freitag im Stabhochsprung (wir berichteten) standen am Ende drei Medaillen für das LAZ zu Buche. Dazu kamen drei Platzierungen unter den ersten Acht dazu.

Stabhochspringer Daniel Clemens beim Anlaufen
Daniel Clemens erwischte bei der Jugendmeisterschaft einen sonnigen Tag und nutzte dies für Platz zwei. Foto: Iris Hensel