Viele junge Sporthoffnungen gibt es in der Region. In loser Abfolge stellt der Merkur einige von ihnen vor. Heute im vierten Teil: die Mehrkämpfer Denise Petry, Lea Passauer und Till Schwarz vom LAZ.

Zweibrücken. Sprint, Hürdenlauf, Weit- und Hochsprung, Speerwerfen, Kugelstoßen und ein 800-Meter-Lauf – als Mehrkämpfer muss man vielfältig begabt sein. Denise Petry, Lea Passauer und Till Schwarz trainieren deshalb drei bis fünf Mal die Woche beim Leichtathletikzentrum (LAZ) in Zweibrücken. „Ich mag am Mehrkampf, dass es so abwechslungsreich ist“, sagt Passauer. Die 14-jährige kam vor vier Jahren durch Freunde zum LAZ und konnte seitdem schon einige Erfolge in Einzeldisziplinen sowie im Dreikampf bei Bezirks- und Pfalzmeisterschaften verbuchen. Mit der Mannschaft gewann sie in diesem Jahr außerdem die Pfalzmeisterschaft im Mehrkampf. „Das war ein besonders schöner Erfolg, weil man ihn im Team genießen konnte und wir eine schöne Feier hatten“, sagt Passauer rückblickend. Für die Leichtathletik gab sie vor kurzem sogar ihr langjähriges Hobby Klavierspielen auf.

Trainingspartner Schwarz versteht das gut: „Ich spiele mit Freunden in einer kleinen Band, und manchmal beschweren meine Freunde sich, wenn ich samstags zu einem Wettkampf muss, wo ich doch eigentlich mit ihnen proben sollte.“ Der 14-jährige Gymnasiast kam erst vor zweieinhalb Jahren durch seinen jüngeren Bruder zur Leichtathletik. „Vorher habe ich Fußball gespielt. An der Leichtathletik macht mir besonders Spaß, dass es so viele technische Dinge zu beachten gilt und man sozusagen nicht einfach nur immer gegen einen Ball tritt“, erklärt der Rheinland-Pfalz-Meister im Speerwurf. An Tagen, an denen es mal nicht so gut läuft, kann er sich selbst immer wieder zum Weitermachen motivieren: „Man macht es trotzdem, auch wenn es nicht klappt.“ Petry stimmt ihm zu: „Am Ende eines Wettkampfes ist das auch oft so. Die Beine gehen dann nicht mehr, aber der Kopf sagt dir, du musst weiter rennen. Und dann machst du es einfach und gibst alles.“ Bei schwierigen Übungen, die einem körperlich und geistig viel abverlangen, ist es aber vor allem das Vertrauen in den Trainer, das den Jugendlichen Mut und Ansporn zum Durchhalten gibt. „Deshalb freue ich mich eigentlich auch am meisten über neue persönliche Bestleistungen“, erklärt Passauer, „Man sieht dann, dass das Training etwas bringt.“

Sie alle schätzen daher besonders die guten Trainingsbedingungen beim LAZ. „Alle Bereiche sind mit Trainern abgedeckt und man hat für alles einen Ansprechpartner“, spricht Schwarz aus Erfahrung. Der Sport ist für Schwarz und Passauer trotzdem in erster Linie ein Hobby. „Aber ich könnte mir vorstellen, später in einem sportnahen Bereich zu arbeiten, zum Beispiel als Sportmediziner“, sagt Passauer. Petry, die zurzeit die neunte Klasse besucht und extra von Weselberg zum Training nach Zweibrücken kommt, hofft dagegen auf eine Profikarriere: „Wenn der Körper mitspielt, möchte ich auf jeden Fall auf die Profiebene gehen.“ Sie liebt an ihrem Sport die Möglichkeit zum „körperlichen Auspowern“ nach einem langen lernintensiven Schultag: „Nach dem Training geht es mir dann wieder besser.“ Für die kommende Saison haben alle Drei die Qualifikation für die Süddeutsche und Deutsche Meisterschaft als festes Ziel vor Augen.

Denise Petry, Lea Passauer und Till Schwarz (von links) vom Leichtathletikzentrum Zweibrücken haben Spaß beim Training.
Denise Petry, Lea Passauer und Till Schwarz (von links) vom Leichtathletikzentrum Zweibrücken haben Spaß beim Training.