LAZ-Speerwerfer Till Wöschler sichert sich die Silbermedaille bei der U 23-EM im serbischen Novi Sad

Eine bisher erfolgreiche Saison hat der Speerwerfer des LAZ Zweibrücken, Till Wöschler, mit der Silbermedaille mit 73,66 Meter bei der U 23-EM in Novi Sad am Samstag gekrönt. Enttäuscht war dagegen seine Vereinskameradin Natasha Benner, die im Stabhochsprung mit 3,80 Meter Elfte wurde.

Novi Sad/Zweibrücken. „Till hat super geworfen, hat toll gekämpft.“ Der Trainer des Silbermedaillengewinners der U 23-EM mit 73,66 Meter im Speerwerfen, Till Wöschler, Matthias Brockelt, (Foto: pma) war am Sonntag noch richtig geschafft vom Wettkampf am Samstagabend. „Natürlich haben wir auch ein bisschen gefeiert“, erklärte der Trainer des LAZ Zweibrücken.

Matthias Brockelt
Matthias Brockelt

„Wir hatten ja im Vorfeld mit einer Medaille geliebäugelt. Dass unsere Pläne aufgegangen sind, ist der reine Wahnsinn“, sprudelte es aus dem Trainer heraus. Hatte doch Till Wöschler mit dem zweiten Platz hinter seinem Nationalmannschaftskameraden Andreas Hofmann aus Mannheim den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere erzielt. „Bis auf den ersten Wurf mit 67,55 Meter hat Till super geworfen und den zweiten Platz richtig ausgereizt.“ Brockelt spielte damit auf den fünften Wurf seines Schützlings an, als er kurzzeitig auf den dritten Platz abgerutscht war. Der Bronzemedaillengewinner Lukasz Grzeszczuk aus Polen (73,55 m) hatte ihn kurzeitig verdrängt.

„Er hat gekämpft wie ein Bär und hat noch einen rausgehauen“, lobte Matthias Brockelt, der gleichzeitig bedauerte, dass Till „nicht ganz so frisch war wie in der Qualifikation am Donnerstagabend“, als er mit 73,66 Meter die beste Weite aller Teilnehmer erzielt hatte. Der 18-jährige Schüler der zwölften Klasse des Helmholtz-Gymnasiums habe „nicht so schnelle Beine“ gehabt, machte der LAZ-Trainer als Ursache fest, dass ihn Andreas Hofmann, der mit der besten Weite (77,84 m) angereist war. „Nur in der Form vom Donnerstag, als Till die beste Weite noch aus einem kurzen Anlauf geworfen hatte, hätte er Andreas gefährlich werden können“, blickte Brockelt zurück.

„Mit dem Endergebnis bin ich voll zufrieden“ erklärte Till Wöschler. „Nur mit der Weite nicht so richtig. Das habe ich in der Qualifikation aus dem kurzen Anlauf geworfen.“ Deswegen hatte der 18-Jährige, der seine Bestweite in diesem Jahr auf 74,36 Meter gesteigert hatte, im Endkampf schon die 75 Meter anvisiert. Deshalb war sich Hofmann auch erst nach dem letzten Wurf seiner Goldmedaille sicher, als der Speer des Zweibrückers, der mit der Silbermedaille seine bisher erfolgreichste internationale Saison abrundete, bei 72,96 Meter gelandet war.

Groß war die Freude im deutschen Lager am Samstagabend, als Andreas Hoffmann, Til Wöschler und Maik Dolch ((Halle/70,65 m) „mit großem Beifall“ (Brockelt) gefeiert wurden, da sie mit den Plätzen eins, zwei und sieben die besten Platzierungen des DLV bei der EM erreicht hatten.

Nach der Rückkehr am Dienstag wird Till Wöschler eine kurze Pause einlegen, bevor er am 8./9. August bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rhede um die Medaillen kämpft.

Die Enttäuschung stand dagegen am Samstag Natasha Benner ins Gesicht geschrieben. Nachdem sich die 19-jährige Stabhochspringerin, die mit einer Bestleistung von 4,25 Meter zu Buche stand, bereits am Donnerstag erst im dritten Versuch über 3,90 Meter für das Finale qualifiziert hatte, blieb sie auch am Samstag hinter ihren Erwartungen. Pech hatte allerdings die Abiturientin, dass ihr der Stab noch die Latte vom Ständer schlug, als sie im ersten Versuch 3,90 Meter überquert hatte. So musste sie sich mit Platz elf und ihrer Anfangshöhe von 3,80 Meter begnügen. Es siegte die Deutsche Martina Schultze mit 4,20 Meter.

Till Wöschler feiert seinen Sieg mit der Deutschlandfahne
Mit der Deutschlandfahne feierte Till Wöschler freudestrahlend seine Silbermedaille. Foto: Brockelt
Natasha Benner
Der Höhenflug Natasha Benners wurde bei der EM bei 3,80 Meter gestoppt. Foto: pma