Rund 200 Schüler drückten Raphael Holzdeppe beim Public Viewing die Daumen

Um ihren Schulkameraden Raphael Holzdeppe bei der Olympia-Qualifikation für das Stabhochsprungfinale zu sehen, trafen sich Schüler des Helmholtz-Gymnasiums zum Public Viewing in der Westpfalzhalle.

Zweibrücken. „Raffi! Raffi! Raffi!“, hörte man eine Gruppe Schüler des Zweibrücker Helmhotz-Gymnasiums gestern schon von weitem, als sie in die Westpfalzhalle kamen. Dort traf man sich nicht zum Sportunterricht, sondern zum Public Viewing. Vor einer großen Leinwand machten es sich rund 200 Schüler im Olympia-Fieber auf Turnmatten und Sitzbänken bequem, um mit ihrem Schulkameraden Raphael Holzdeppe in Peking mitzufiebern.

Dieser musste sich für das Finale im Stabhochsprung qualifizieren. „Olympia gucken kann jeder, mit einem Schulfreund mitfiebern nicht“, freute sich Tobias Ringeisen, der mit Raphael Holzdeppe den Sportleistungskurs der 13. Jahrgangsstufe besucht. „Wir sind total stolz auf ihn, egal wie weit er kommt. Aber wir hoffen, dass er seinen persönlichen Rekord von 5,80 Metern halten wird“, erzählte Mitschüler Maximilian Wentzler.

Als die Startnummer 1923 auf Holzdeppes Trikot dann endlich auf der Leinwand erschien, startete der große Applaus. Doch nur wenige Sekunden später blickten die Schüler gebannt auf die Leinwand. Die Erklärungen über „L- und I-Position“ beim Stabhochsprung waren plötzlich interessanter als die Gespräche zuvor.

Als Raphael Holzdeppe vor seinem ersten Sprung, in einem kleinen Bericht noch vorgestellt wurde, ging das Gejubel wieder los. Besonders die Bilder von Holzdeppes sportlichen Anfängen, im Alter von sechs Jahren bei einer Kinderolympiade in Zweibrücken, sorgten für ein paar Lacher. „Zweibrücken ist im Fernsehen“, forderte eine Schülerin zu einem erneuten Applaus auf.

Spannend wurden dann wieder die Bilder der Sportler beim Aufwärmtraining. Umso größer der ärger, als Mainzelmännchen Det plötzlich über die Leinwand hüpfte und eine Werbepause ankündigte. „Es ist auf jeden Fall toll, wie heute alle mitfiebern und so gebannt vor der Leinwand sitzen. Vor allem weil nicht nur die Sportler aus Raphaels Kurs hier sind, sondern Schüler aus allen Jahrgangsstufen“, freute sich Tobias Ringeisen über die Stimmung in der Sporthalle. Nach der Werbung setzte Holzdeppe dann endlich zum ersehnten ersten Sprung an.

„Total cool“

„Jo, das packt der doch locker“, rief ein Schüler in die Menge, als die Latte zu Beginn auf 5,45 Meter eingestellt war. Und natürlich nahm es der Schulfreund in Peking locker mit der Latte auf. „Er ist ein echter Wettkampfsportler. Man merkt ihm nie an, ob er nervös ist. Er bleibt jedes Mal total cool. Vielleicht weil er schon bei so vielen Wettkämpfen war“, konnte sich Maximilian Wentzler schon denken. Umso größer war die Freude bei den Schülern, als Holzdeppe es mit 5,65 Meter ins Finale schaffte.

Bilder
Raphael Holzdeppe löste bei den Helmholtz-Schülern ein Olympia-Fieber aus.
Raphael Holzdeppe löste bei den Helmholtz-Schülern ein Olympia-Fieber aus.
Auf einen Blick

Zu früher Morgenstunde griff Speerwerfer Alexander Vieweg heute ins olympische Geschehen ein. Der früher für das LAZ Zweibrücken startende Athlet bestritt um neun Uhr Pekinger Ortszeit die Qualifikation für das Speerwurf-Finale – um drei Uhr deutscher Zeit. Frühaufsteher waren da gefragt. Das Finale findet am Samstag statt. Diesmal zu einer Zuschauer freundlicheren Zeit um 13.10 Uhr.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
08.–24.08.2008 Olympische Sommerspiele 2008 Peking (China)