Zweibrücken. Ein Pferd hätte wohl gestreikt, wäre es auf das gefrorene Geläuf auf der Rennwiese gebracht worden. Die Teilnehmer der Polizei-Landesmeisterschaften im Crosslauf hielten die Minustemperaturen am Donnerstag nicht ab. „Da ist der ganze Polizist gefordert“, witzelte Lauforganisator und Kriminalbeamter Klaus Klein von der Zweibrücker Dienststelle, die die Meisterschaft mit dem Präsidium Westpfalz auf die Beine stellte. „Das ist eben Crosslauf“, erklärte er. „Klar ist es schwierig, zu laufen, aber woanders in Rheinland-Pfalz wäre es auch kalt und der Boden gefroren.“ Mit rund 120 Startern bekam die Landesmeisterschaft viel Zuspruch. „Es sind viele Hobby-, aber auch Vereinsläufer dabei“, erklärte Klein, der beim LAZ Trainer ist und dort den Hügelcross organisiert. Mit Fachwart Edgar Breit war ein weiterer wichtiger Mann vor Ort. Er nutzte den Landesentscheid, um die Teams für die Deutschen Polizeimeisterschaften (11. Bis 13. März in Bad Harzburg) zusammenzustellen. Nach den ersten Mittelund Langstrecken über 3900 und 6500 Meter, letztere gewann Klein ganz nebenbei (25:34 min), stand der Höhepunkt mit dem Hauptlauf über 10 400 Meter an. Dass dazu die Sonne rauskam, half den Läufern nicht wirklich. Der gefrorene Boden der 1300Meter-Runde glich einem rutschigen Trampelpfad. Besonders bei den Steigungen und BergabPassagen galt es für die Läufer, mehr auf die Standfestigkeit zu achten als auf eine Topzeit. An die Spitze des Feldes setzte sich nach der Hälfte der acht Runden ein Quintett. Thomas Wittwer überquerte nach 38:18 Minuten als Erster die Ziellinie.