Bottrop. Für den aus Zweibrücken stammenden Speerwerfer Till Wöschler ist die Saison vorzeitig beendet – wieder einmal. Wie der frühere U20-Welt und U23-Europameister gestern auf seiner Facebook-Seite bekanntgab, hat er sich erneut einen Teilabriss der Sehne im Ellenbogen zugezogen. Eine MRT-Untersuchung hatte dies ergeben. „Das heißt, die Saison ist mal wieder gelaufen, bevor es richtig losgehen konnte. Irgendwie soll’s nicht sein“, schrieb der 24-jährige Sportler des TSV Bayer 04 Leverkusen, auch mit Blick auf die Universiade (3. bis 14. Juli in Südkorea), für die der Sportstudent in Köln bereist nominiert war. Dabei hatte er am Sonntag noch positiv auf sich aufmerksam gemacht: Beim Meeting in Bottrop warf er seinen Speer auf 80,41 Meter – nahe an die WM-Norm von 82,50 Metern. Es war der erste 80-Meter-Wurf des von Verletzungen geplagten Wöschler seit vier Jahren. 2011 hatte er die U23-EM in Ostrava mit 84,38 Meter gewonnen. Den Wettbewerb in Bottrop musste er allerdings nach Durchgang drei beenden, weil er beim Abwurf bereits ein leichtes Ziehen im Ellbogen spürte, was sich nun als Teilabriss der Sehne rausstellte. Trotz des erneuten Rückschlags hofft Till Wöschler weiter auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Brasilien. „Ich werde das nächste Jahr mit dem Ziel Rio 2016 voller Tatendrang angehen, um das abzurufen, was in mir steckt“, schrieb der Schützling von Trainer Helge Zölkau