Die Sommersaison ist zwar beendet, aber wer jetzt denkt, die Athleten des LAZ Zweibrücken liegen auf der faulen Haut, der hat sich getäuscht. Betritt man an einem beliebigen Abend unter der Woche die vereinseigene Dieter-Kruber-Halle am Westpfalzstadion, so erblickt man geschäftiges Treiben. Hinten rechts trainieren etwa Stabhochsprungass Raphael Holzdeppe und die WM-Sechste im Speerwurf, Christin Hussong.

Weiter vorne, an der Stabhochsprunganlage, ist LAZ-Vorstand Bernhard Brenner mit einer Gruppe Nachwuchsathleten beschäftigt. Für die elf- bis 15-Jährigen in seiner Trainingsgruppe steht zur Zeit vor allem Grundlagentraining an. Wie bereits mehrfach geschehen, stellen wir an dieser Stelle einige der jungen Sportler vor, die einmal in die Fußstapfen von Holzdeppe oder seinem Trainer Andrei Tivontchik treten wollen.

Mirza Terzic trainiert seit einem knappen Jahr beim LAZ. „Mein Vater hat mich überredet, es mal zu versuchen und es hat mir direkt gut gefallen“, erklärt der Elfjährige. Der Stabhochsprung gefällt ihm sogar so gut, dass er dafür mit Fußball aufgehört hat. Erste Wettkämpfe hat Mirza diesen Sommer bereits bestritten, seine Bestleistung steht momentan bei 2 Metern. „Aber im Training bin ich schon 2,10 m gesprungen“, wirft er dann noch hinterher. Für die Hallensaison im neuen Jahr hat er sich erst einmal 2,30 m als Ziel gesetzt.

Bereits seit vier Jahren im Verein ist der 13-jährige Philipp Kranz, seit einem Jahr trainiert er in der Stabhochsprung-Gruppe von Brenner. An seiner Sportart gefällt ihm besonders, „dass sie alle Muskeln beansprucht und schwer ist“. Sehr cool sei es auch, mit Holzdeppe unter dem selben Dach zu trainieren, denn da könne man sich auch mal was abschauen. Philipps Bestleistung steht derzeit bei 2,20 m, in naher Zukunft will er sich aber auf 2,70 m steigern.

Was die Zukunft angeht, so zeigt sich die ebenfalls 13-jährige Helena Noll bereits sehr angriffslustig. „Ich würde gerne 3,40 m springen, aber in nächster Zeit soll es erst einmal Richtung 3 Meter gehen“, erklärt sie selbstbewusst. Im Moment steht ihr Hausrekord noch bei 2,40 m. Dabei ist Helena auch erst seit einem knappen Jahr beim LAZ, sie wurde damals von einer Freundin mit ins Training genommen und hat sich direkt entschieden, dass sie am Ball bleiben möchte. „Es ist halt cool im LAZ“, sagt sie zum Abschluss.

Nachwuchsathleten Andia Halili, Helena Noll und Nermin Sadig. (v.l.n.r.)
Nachwuchsathleten Andia Halili, Helena Noll und Nermin Sadig. (v.l.n.r.) (Foto: Jan Rio Krause)