Aus drei Stabhochspringern und einer Sprinterin setzt sich das Athleten-Team zusammen, dass das LAZ am Wochenende zu den Deutschen Hallenmeisterschaften nach Karlsruhe schickt. Mit unterschiedlichen Zielsetzungen gehen die vier Zweibrücker an den Start.

Zweibrücken/Karlsruhe. „Sicherheit. Das hat für Raphi und Kristina Priorität. Und bei Daniel müssen wir sehen, was im Wettkampf geht“, dämpft Bernhard Brenner, Vorsitzender des LAZ Zweibrücken, im Vorfeld die hohen Erwartungen. Ein Stabhochsprung-Trio aus Zweibrücken macht sich am Wochenende auf den Weg zur Deutschen Hallenmeisterschaft nach Karlsruhe.

Daraus könnte allerdings kurzfristig ein Duo werden, ein Fragezeichen steht hinter dem Start von Kristina Gadschiew. Trotz Sonderstartgenehmigung lässt die 30-Jährige offen, ob sie im Finale (Samstag, 13.55 Uhr) zum Stab greift. Nach ihrem Achillessehnenriss im vergangenen Sommer kommt die angehende Lehrerin langsam wieder in Tritt, bei ihr werde „spontan das Bauchgefühl entscheiden, ob sie in Karlsruhe springt oder nicht“, erklärt Alexander Vieweg, sportlicher Leiter des LAZ, nach Rücksprache mit Gadschiews Trainer Andrei Tivontchik. „Einen Wettkampf macht man nicht so nebenbei. Entweder gibt man Vollgas oder man lässt es.“

Weltmeister will EM-Norm

Auch für Raphael Holzdeppe läuft die Hallensaison noch nicht rund. Der 25-Jährige sucht seine Form aus dem Weltmeisterjahr 2013, hofft, in Karlsruhe (Sonntag, 11.55 Uhr) endlich ein Häkchen hinter die Qualifikations-Norm von 5,65 Metern für die Europameisterschaft machen zu können. „Wer seine Sprünge in Rouen über 5,60 Meter gesehen hat, weiß, dass Raphi nah dran ist“, sagt Brenner. Allerdings fehlt derzeit die Konstanz, die Leichtigkeit in den Sprüngen ist Holzdeppe scheinbar abhandengekommen: In den letzten beiden Wettkämpfen produzierte er jeweils einen „Salto nullo“, beim Istaf-Meeting in Berlin verzichtete er nach dem Einspringen sogar auf einen Start. Einen Satz aufs Treppchen traut ihm Vieweg dennoch zu. „Im Stabhochsprung kann alles passieren, auch bei den Favoriten läuft nicht immer alles nach Plan, viel hängt von der Tagesform ab.“

Clemens träumt von Medaille

Das gilt auch für seinen Teamkollegen Daniel Clemens. 5,55 Meter hat der 22-Jährige in dieser Hallensaison zu Buche stehen, und wie Holzdeppe hofft er in Karlsruhe auf Edelmetall. „Eine Medaille ist mein Ziel“, sagt Clemens, „das wird nicht leicht, ist aber nicht unmöglich.“ Davon ist auch Vieweg überzeugt, die Trainingseindrücke zuletzt stimmen ihn zuversichtlich. „Im Training haut Daniel reihenweise 5,40 und 5,50 Meter raus, zeigt technisch einwandfreie Sprünge. Wenn er die am Sonntag im Finale abliefert, kann etwas gehen.“ Zu den härtesten Konkurrenten der Zweibrücker zählt Vieweg die beiden Leverkusener Carlo Paech und Tobias Scherbath, die bereits die EM-Norm geknackt haben und zu den Favoriten auf die Medaillen zählen.

Zwischenlauf als Ziel

Mit der Medaillenvergabe dürfte LAZ-Sprinterin Sina Mayer in Karlsruhe nichts am Hut haben. Der Schützling von Trainer Kurt Werle geht am Samstag ab 13.40 Uhr im Vorlauf über 60 Meter auf die Bahn. Das Ziel der 19-Jährigen ist das Erreichen des Zwischenlaufs. Und so sagt auch Alexander Vieweg im Vorfeld von Mayers erstem großen Wettkampf bei den Aktiven: „Wenn Sina ins Finale kommen würde, wäre das schon heftig. Gerade bei den Mädels ist die Konkurrenz echt hart.“ Aktuell hat Sina Mayer über die 60-Meter-Distanz eine Bestzeit von 7,64 Sekunden stehen, Deutschlands Topsprinterin Verena Sailer zum Vergleich wird mit einer Bestzeit von 7,22 Sekunden in der Meldeliste für die Hallenmeisterschaften geführt.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
21.–22.02.2015 Deutsche Hallenmeisterschaften 2015 Karlsruhe (Deutschland)