Berlin. Nico Fremgen vom TV Thaleischweiler ist gestern bei den Mehrkampfmeisterschaften innerhalb des Internationalen Deutschen Turnfests in Berlin Deutscher Meister im leichtathletischen Fünfkampf der Männer geworden.

Schon vor den abschließenden 2000 Metern im 17-köpfigen Feld beim Fünfkampf der Altersklasse 20 plus wusste Nico Fremgen: „Ich denke, dass es auf eine Medaille rausläuft. Die Farbe wird man sehen. Ich denke, ich bin auf Goldkurs.“ Weshalb der Petersberger, der beim LAZ Zweibrücken auch Stabhochsprung macht, das wusste, erklärte TVT-Betreuer Yannik Faust: „Wir haben auf der Turnfestkarte einen QR-Code. Der wird nach jedem Wettkampf aktualisiert. Da kann man sich vergleichen, und jeder weiß, wer vor dem abschließenden 1000- oder 2000-Meter-Lauf die härtesten Konkurrenten sind.“

Fremgen machte den Wettkampf seines Lebens: 11,58 Sekunden im 100-Meter-Sprint (12,965 Punkte), 13,76 Meter im Kugelstoßen (11,008), 6,75 Meter im Weitsprung (13,5), 59,13 Meter mit dem Schleuderball (13,14) und 7:11,3 Minuten im 2000-Meter-Lauf (9,705). Das ergab insgesamt 60,318 Punkte und Platz eins vor Simon Graßmann (TV Bürgstadt/58,473) und Lars Mesloh (TV Bad Ems/54,681). „Das ist der absolut schönste Wettkampf, den ich bei den Turnern hatte“, meinte Fremgen. „Hier ist es familiärer als bei der Leichtathletik“, sagte der neue Deutsche Meister. Er startete erstmals bei den Männern, hatte also die schwerere Kugel (7,26 Kilo) zu stoßen und 2000 statt 1000 Meter zu laufen. Geschadet hat ihm das nicht. Im Gegenteil.