Tivontchik-Schützling Carolin Hingst wird deutsche Meisterin

Nürnberg/Zweibrücken. Es war eine bittere Stunde für Kristina Gadschiew. Die 25-Jährige vom LAZ Zweibrücken war schon nervös in die deutschen Meisterschaften in Nürnberg gestartet. Ihre Einstiegshöhe von 4,25 Meter meisterte sie erst im zweiten Versuch. Auch bei 4,35 Meter blieb die Latte im ersten Versuch nicht liegen.
Dann verzögerte eine Regenunterbrechung den Wettkampf um eine Stunde. Anschließend ließ Gadschiew 4,45 Meter aus, an 4,50 Meter scheiterte sie drei Mal. Damit landete sie nur auf Rang vier und verpasste so die Nominierung für die Olympischen Spiele. Eine große Enttäuschung für die sympathische Athletin, die in diesem Sommer lange Zeit gut im Rennen für ein Ticket nach Peking gelegen hatte. So ist es verständlich, dass sie am gestrigen Abend keinen Kommentar mehr abgeben wollte. „Das ist im Sport immer so eine Sache. Kristina ist gut gesprungen, dann kam die Pause und sie war ein bisschen raus. Da kann man nichts machen“, meinte ihr Trainer, Andrei Tivontchik.
Der durfte sich aber über den Erfolg eines anderen Schützlings freuen. Carolin Hingst, die zwar für den USC Mainz startet, aber von Tivontchik trainiert wird, sicherte sich mit 4,55 Meter den Titel. „Carolin hat einen sehr guten Wettkampf gemacht“, lobte der Trainer, der durch Holzdeppe und Hingst ebenfalls bei den Olympischen Spielen vertreten ist.
Nach ihrer Einstiegshöhe von 4,25 Meter hatte Hingst keinen Versuch ausgelassen. Am Ende scheiterte sie drei Mal an 4,60 Meter, war aber mit ihrer Leistung sehr zufrieden. „Wichtig war heute, höher als die anderen zu springen. Ich wollte es allen Kritikern zeigen“, sagte sie nach dem Wettkampf.