Zweibrücken/Rhede. Furios sind die Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken in die Deutschen Jugend- Meisterschaften in Rhede gestartet. Am Freitag sprangen sowohl Daniel Clemens als auch Michaela Donie in der Jugend B zum Meistertitel. Clemens übertraf mit 5,43 dabei sogar noch den deutschen B-Jugend-Rekord von LAZ-Olympiateilnehmer Raphael Holzdeppe. „Ich bin… das war… ich kann gar nicht… ich bin einfach nur platt“, brachte er nur, von seinem doppelten Erfolg völlig überwältigt, hervor. „Ich habe schon beim Einspringen gemerkt, dass es gut läuft. Und bei den ersten Versuchen war ich ziemlich hoch drüber, also habe ich nicht so viele Sprünge gemacht“, erzählte der 17-Jährige. Insgesamt nur fünf, bevor sein Sieg feststand und er die neue Rekordhöhe im zweiten Versuch meisterte. Konkurrent Carlo Paech, der bei der U 18-WM noch vor ihm auf Rang zwei gelandet war, scheiterte an 5,25 Metern, hatte nur 5,10 Meter übersprungen. Das bedeutete Gold für den Mörsbacher. „Seit ich in Leverkusen nur knapp gerissen hatte, wusste ich, dass ich die 5,43 Meter schaffen kann. Es ist schon etwas Besonderes, dass Raffi, der ja schon als A-Jugendlicher bei Olympia war, vor mir diesen Rekord hatte.“ Auch sein Trainer Helmut Kruber war begeistert: „Das war gigantisch.“

Einige Stunden später wurde im Zweibrücker Lager wieder gejubelt. Mit 3,85 Metern holte Michaela Donie ebenfalls Gold. Kruber: „Das war sehr eng, wir mussten wild pokern.“ Zumal die Mauschbacherin krankheitsbedingt unter der Woche noch Antibiotika hatte nehmen müssen. „Ich musste zittern, aber es fühlt sich wirklich gut an“, sagte die 16- Jährige. Anna Felzmann landete mit drei weiteren Springerinnen auf Rang vier, Franziska Kappes wurde Zwölfte. Im Speerwurf wurde Sara Krieg Siebte.

Daniel Clemens jubelt nach der erfolgreichen Lattenüberquerung von 5,43 Metern (Deutscher B-Jugend-Rekord)
Grenzeloser Jubel: Daniel Clemens hat den Jugendrekord von Raphael Holzdeppe überboten. Foto: iris