Innsbruck. Die Tragödie um die österreichische Stabhochspringerin Kira Grünberg hat am Freitag die Leichtathletik-Welt geschockt: Die erst 21 Jahre alte nationale Rekordhalterin erlitt bei einem schweren Trainingsunfall am Donnerstag einen Bruch der Halswirbelsäule mit Querschnittslähmung. Das teilte der Österreichische Leichtathletikverband (ÖLV) mit. Laut ORF war Grünberg beim Training aus großer Höhe kopfüber in den Einstichkasten gestürzt.

Eine „Fortsetzung der sportlichen Karriere von Kira“ sei „kein Thema aus jetziger Sicht“, schrieb der ÖLV am Freitag auf seiner Internetseite: „Kira, die ganze Leichtathletikund Sportfamilie ist in Gedanken bei Dir und Deiner Familie!“ Der Tiroler Leichtathletik-Verband richtete zudem ein Spendenkonto ein. „Kira Grünberg und ihre Familie stehen nun vor weit größeren und längeren Herausforderungen, als je ein Wettkampf sie bieten kann“, hieß es in der Mitteilung. Auch Deutschlands Weltmeister Raphael Holzdeppe nahm via Twitter Anteil am Schicksal der Athletin und ihrer Familie. „Schreckliche Nachricht! Kira Grünberg nach Sturz querschnittsgelähmt! Ich wünsche ihr und ihrer Familie die nötige Kraft und Unterstützung“, schrieb der 25-Jährige über die Athletin, die im Juni noch beim Himmelsstürmer-Cup des LAZ Zweibrücken am Start war.

Als aufstrebender nationaler Leichtathletikstar und österreichische Rekordhalterin mit 4,45 Meter hatte Grünberg zuletzt für Aufsehen gesorgt. Im Kampf um die WM-Norm von 4,50 Meter suchte sie zudem auch auf ungewöhnliche Art nach den fehlenden Zentimetern. So arbeitete die Innsbruckerin im vergangenen Winter mit dem deutschen TurnStar Fabian Hambüchen und dessen Vater Wolfgang an neuen Trainingsreizen.

Anmerkung der LAZ.de-Redaktion:

Der Tiroler Leichtathletik-Verband hat in Absprache mit der Familie ein Spendenkonto eingerichtet.

Kontowortlaut: TLV - Spendenkonto Kira

IBAN: AT74 2050 3033 0168 2096

BIC: SPIHAT22XXX

bei der Tiroler Sparkasse