Zweibrücken. Das Trainingslager Anfang Dezember in Südafrika ist abgehakt, jetzt geht die Vorbereitung auf die kommende Wintersaison zu Hause weiter: Das Hammerjahr 2016 ist nicht nur für die Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken vollgepackt mit Hallen-Weltmeisterschaft, Europameisterschaft und den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Vize-Weltmeister Raphael Holzdeppe hat ein weiteres großes Ziel auf dem Zettel: eine magische Grenze knacken, die sechs Meter springen.

„Das ist auf der To-do-Liste,weil ich es schon so oft versucht habe. Früher wollte ich im Wettkampf immer nur eine gute Leistung bringen, jetzt sind mir die sechs Meter nicht mehr egal.“ Nach seiner Top-Saison 2015 mit dem Titel des Deutschen Meisters und der Vize-Weltmeisterschaft sei ihm das Training zuletzt leichter gefallen. „Ich komme diesmal, glaube ich, schneller auf ein gutes Level, um hoch zu springen“, meinte der 26-Jährige letzte Woche bei der Vorstellung des neuen hauptamtlichen LAZ-Trainers Alexander Gakstädter. Am 16. Januar 2016 startet Holzdeppe beim Meeting in Merzig in die Hallensaison.

Dass Holzdeppe aus einer tollen Saison kommt, mache es einfacher, findet sein Coach Andrei Tivontchik, in Personalunion Bundestrainer der Frauen, der auch schon neue, längere Stäbe für seinen Schützling bestellt hat. „Es wird ein sehr erfolgreiches Jahr werden“, orakelt Tivontchik, selbst Bronzemedaillen-Gewinner 1996 bei Olympia in Atlanta.

„Einfach technisch sauber und hoch springen“ – das will Daniel Clemens, dessen Bestleistung seit einiger Zeit bei 5,60 Meter stagniert. „Die Zubringerleistungen sind da“, stellt Tivontchik fest, „er muss das jetzt im Wettkampf abrufen“. Bei der EM oder Olympia dabei zu sein, solle dann schon das Ziel sein, erhöht der Coach leicht den Druck.