„Ich finde das richtig der Hammer“ und damit hat Hanna Luxenburger vollkommen recht. Sie ist in diesem Sommer schon zweimal Rheinland-Pfalzmeisterin geworden in unterschiedlichen Sparten.

Den Titel als Rheinland-Pfalzmeisterin im Hammerwurf holte sie sich bereits im April, nun kam noch der erste Platz im Dreikampf beim Rasenkraft dazu. Es war ihr allererster Wettkampf überhaupt in diesen Disziplinen. Beim Rasenkraft-Dreikampf gibt es neben dem Hammerwurf noch das Gewichtswerfen und das Steinstoßen. Außerdem wird in zwei Gewichtsklassen, Schwer- und Leichtgewicht unterteilt.

Luxenburger startet in der Schwergewichtsklasse und muss daher auch mit den schwereren Geräten werfen und stoßen. Der Hammerwurf läuft nach denselben Regeln wie in der Leichtathletik ab, im Gegensatz zu den beiden anderen Disziplinen. Die zweite ist das Gewichtwerfen, welche sehr nah am Hammerwurf ist. Jedoch ist der Hammer 5 Kilogramm schwer und hat eine kürzere Kette. Dies bedeutet, dass der Wurf wesentlich schwieriger zu meistern ist. Die kürzere Kette schafft einen kürzeren Radius, weshalb sich die Drehung verschnellert und auch die Weiten kürzer sind. So erfordert das Gewichtwerfen, einiges mehr an Geschick, da kleine Fehler sich direkt bemerkbar machen. Das Steinstoßen ist eine spezielle Mischung aus Kugelstoßen und Speerwurf. Hier wird statt einer handlichen Kugel mit einem 5 Kilogramm schweren unförmigen Stein gestoßen. Allerdings läuft man zuvor wie beim Speerwurf an und versucht diese Energie in Weite umwandeln.

Genau das schaffte Luxenburger mit Bravour in ihrem allerersten Wettkampf überhaupt im Rasenkraftsport. Im Hammerwerfen, mit dem 4 Kilogramm Hammer, erreichte sie 42,46 Meter. Über diese Weite war sie allerdings nicht sehr glücklich, da sie wesentlich weiter werfen kann. Im Gewichtwerfen lief es dafür um einiges besser. Obwohl die eigentliche Hammerwerferin, dies noch nicht allzu oft trainiert hatte, warf sie das Gewicht auf 19,87 Meter. Im Steinstoßen wuchs sie im Vergleich zu ihren Mitkonkurrentinnen noch weiter über sich hinaus und stieß den 5 Kilogramm schweren Stein auf hervorragende 9,39 Meter.

Für jede Weite gibt es eine entsprechende Punktzahl. Insgesamt erreichte sie mit ihren Leistungen sehr gute 2239 Punkte. Neben dem Titel als Rheinland-Pfalzmeisterin qualifizierte sie sich damit auch für die deutschen Meisterschaften Mitte Juli in Erfurt. „Ich denke, wenn ich noch weiter intensiv trainiere sind ein paar Steigerungen möglich und eine gute vordere Platzierung auf den Deutschen Meisterschaften machbar.“ sagte sie mit Blick auf die weitere Saison. Bereits mit ihrer derzeitigen Punktzahl hätte sie im letzten Jahr mit einer Medaille bei der DM rechnen können. Aktuell ist sie in Deutschland auf Platz 4 bei den Frauen. Damit hat sie die beste Startposition für eine erfolgreiche Saison im Hammerwurf der Leichtathletik, sowie im Dreikampf des Rasenkraftsports.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
27.04.2019 Rheinland-Pfalz Meisterschaften Hammerwurf 2019 Heidesheim (Deutschland)
05.05.2019 Rheinland-Pfalz-Rasenkraftsportmeisterschaften Mutterstadt (Deutschland)