Zweibrücken. In zweieinhalb Wochen geht der Hallenstürmer-Cup des LAZ Zweibrücken in seine fünfte Runde. Und damit hat auch für Alexander Vieweg (sportlicher Leiter), Sprinterin Sina Mayer und Speerwerferin Christin Hussong, die zusammen mit dem Vorsitzenden Bernhard Brenner, der sich um die Zusammenstellung der Teilnehmerfelder kümmert, verantwortlich sind, die heiße Phase der Organisation begonnen. Noch viel Arbeit steht ihnen bevor, ehe sich der erste Springer in der Dieter-Kruber-Halle in die Höhe schrauben kann. Vieweg hofft etwa 800 bis 1000 Zuschauer. „Das wäre eine Zahl, die wir bisher noch nicht erreicht haben.“ Wie schon in den Jahren zuvor organisiert das LAZ wieder alles in Eigenregie. 60 bis 80 Helfer, die koordiniert werden müssen. „Sonst endet es im Chaos“, betont Christin Hussong mit einem Lachen. Schließlich sollen die Athleten vor Ort wieder die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. „Der Standort hier am Westpfalzstadion ist ideal. Alle sind im Rosengartenhotel untergebracht und können quasi aus dem Bett fallen und zur Halle purzeln“, scherzt Vieweg. „Außerdem können wir ihnen hervorragende Trainingsmöglichkeiten bieten.“ Auch der Zeitpunkt am Fastnachtswochenende – „nachdem an Altweiberfasching alle hackedicht waren“ – passe als Austragungstermin ganz gut.

Dabei wird der HallenstürmerCup in diesem Jahr mit einigen Änderungen aufwarten. Erstmals springt die Elite der Männer und Frauen schon am Samstag (25. Februar), geplant sind jeweils neun bis zwölf Athleten. Tags darauf folgen die Jugend (elf oder zwölf Uhr) und die beiden B-Felder der Aktiven (ab etwa 15 Uhr). Angeführt von der deutschen Rekordhalterin Silke Spiegelburg (4,77 m/Leverkusen) haben bislang Nicole Büchler (4,80 m) aus der Schweiz, Juniorenweltmeisterin Angelica Moser (4,50 m/ Schweiz), Chloé Henry (4,33 m) aus Belgien, die Niederländerin Fanny Smets (4,30 m) sowie U23Vize-Europameisterin Lilli Schnitzerling (Leverkusen), die mit einer persönlichen Bestleistung von 4,30 Metern anreist. „Von unseren Athleten wäre Anna Felzmann eine Kandidatin, die noch in das Elitefeld rutschen könnte“, hofft Vieweg, dass auch eine LAZlerin samstags ab 17 Uhr zum Stab greifen wird.

Zugpferd bei den Männern, die anschließend ab etwa 19 Uhr an der Reihe sind, ist Lokalmatador und Vorjahressieger Raphael Holzdeppe (Hallen-Bestleistung 5,91 m). Der Ex-Weltmeister war am Sonntag in Clermont-Ferrand mit dem Rücken auf die Latte gestürzt und hatte daraufhin seinen Wettkampf abbrechen müssen, Vieweg konnte aber gestern wieder Entwarnung geben. „Halb so wild. Raphi ist bereits auf dem Weg zum Istaf nach Berlin.“ Mit Tobias Scherbarth (5,76 m) und Florian Gaul (5,60 m) steht Holzdeppe allerdings starke nationale Konkurrenz ins Haus. Hinzu kommen der Lette Mareks Arents (5,60 m), die beiden Springer aus den Niederlanden, Menno Vloon (5,55 m) und Rutger Koppelaar (5,51 m), der Norweger Eirik Dolve (5,45 m), Pascal Koehl (5,41 m) vom LA Team Saar, der am vergangenen Wochenende die Süddeutschen Meisterschaften gewonnen hat, und Dominik Alberto (5,35 m) aus der Schweiz. Fehlen wird dagegen Daniel Clemens nach seinem dreifachen Bänderriss im Fuß. Für ihn erhält LAZ-Youngster Nicolas Dietz erstmals die Chance, sich im Feld der „Großen“ zu beweisen. „Wir wollen ein internationales Meeting sein, aber auch den guten deutschen Springern keinen Riegel vorschieben. Und natürlich freuen wir uns, viele alte Bekannte wieder zu sehen“, hofft der sportliche Leiter des LAZ, eine gute Auswahl getroffen zu haben.

Die finalen Felder konnte er gestern noch nicht verkünden. „In der Woche vor dem Hallenstürmer-Cup gibt es eigentlich immer noch Veränderungen. Einige sagen kurzfristig noch ab, andere dafür wieder zu.“emphasized text

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
25.–26.02.2017 Hallenstürmer-Cup 2017 Zweibrücken (Deutschland)