14-jährige Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken siegt bei süddeutschen Meisterschaften der U18 mit 30 Zentimetern Vorsprung vor der Zweiten. Salome Schlemer gewinnt Silber bei den Frauen, Nico Fremgen Bronze bei den Männern.

Wetzlar. Für die Überraschung aus Zweibrücker Sicht hat bei den süddeutschen Meisterschaften die LAZ-Stabhochspringerin und Debütantin Helena Noll gesorgt. Mit ihren gerade einmal 14 Jahren sprang sie der U18-Konkurrenz davon und sicherte sich mit neuer Bestleistung von 3,70 Metern klar den Sieg. Salome Schlemer gewann im Stabhochsprung-Wettbewerb der Frauen Silber und Nico Fremgen bei den Männern Bronze.

Ihr großes Talent hat Helena Noll, die eigentlich noch bei der U16 starten darf, beim Messen mit der älteren Konkurrenz in Wetzlar eindrucksvoll demonstriert. Groß war der Jubel, als sie die Siegeshöhe von 3,70 Metern gleich im ersten Anlauf meisterte. Das bedeute Gold und die Qualifikation für die deutschen U16-Meisterschaften am 12./13. August in Bremen. Ganz so locker wie bei dieser Höhe war die LAZ-Athletin allerdings nicht über den gesamten Wettkampf. Nachdem sie die 3,00 und 3,20 Meter im ersten Versuch abhaken konnte, danach die 3,30 Meter ausließ, machte sie es über 3,40 Meter spannend. Im dritten Anlauf blieb die Latte liegen. Die Medaille damit schon sicher, sprang Helena Noll danach vollkommen befreit auf. Die 3,60 Meter überquerte die 14-Jährige im zweiten Versuch, als einzige der Teilnehmerinnen. Dennoch nahm sie auch die 3,70 Meter noch in Angriff, meisterte sie im im ersten Anlauf und steigerte damit ihre Bestleistung um zehn Zentimeter. Die zweitplatzierte Anaa Hanses vom SSV Ulm distanzierte Noll um ganze 30 Zentimeter, ebenso die drittplatzierte Marie Sauerwein (USC Mainz).

Mit wechselhaften Bedingungen und Regenunterbrechungen hatten die Stabhochspringer am Sonntagnachmittag zu kämpfen. Nico Fremgen ließ sich davon aber nicht beirren und sicherte sich bei den Aktiven mit 4,60 Metern die Bronzemedaille. „Ich bin nicht so zufrieden, aber ich merke langsam, dass es mit den Wettkämpfen wieder wird“, erklärt der noch 19-Jährige nach dem Springen. Bereits bei seiner Einstiegshöhe von 4,40 Metern wackelte Fremgen. Erst im dritten Versuch blieb die Latte liegen. Danach überflog er die 4,60 Meter allerdings locker im ersten Versuch. An den 4,70 Metern, was neue Bestleistung bedeutet hätte, scheiterte der Petersberger dann aber drei Mal. Teamkollege Lars Voigt landete mit 4,40 Metern auf Rang fünf. Den Titel sicherten sich am Sonntag mit 5,00 Metern Gordon Porsch von der LG Friedberg-Fauerbach und Leo Lohre aus Sindelfingen.

Zur Silbermedaille sprang Salome Schlemer bei den Frauen. Nach einem Fehlversuch über ihre Einstiegshöhe von 3,30 Metern lieferte die 22-Jährige danach einen sauberen Wettkampf ab, meisterte die 3,40, die 3,50 und 3,60 Meter jeweils im ersten Durchgang. Zittern musste sie erst bei den 3,70 Metern, die sie im dritten Anlauf überflog. Den souveränen Sieg sicherte sich Stefanie Dauber (SSV Ulm) mit 4,15 Metern. Dritte wurde Eva Rossow vom LAC Quelle Fürth mit 3,60 Metern.

LAZ-Sprinter Jonas Klein wagte, nachdem er bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der U20 zuletzt angeschlagen passen musste, in Wetzlar wieder den Start über die 100 und 200 Meter. Über die kurze Distanz blieb der 18-Jährige in 10,94 Sekunden erneut unter der Elf-Sekunden-Marke, verpasste bei den Aktiven aber dennoch knapp die Qualifikation für den Zwischenlauf. Über die 200 Meter gab er im Vorlauf auf.

Hanna Luxenburger schleuderte ihren Hammer auf 48,26 Meter, was eine Steigerung der neuen persönlichen Bestweite um fünf Zentimeter und Platz sechs bei den Frauen bedeutete. Bei der U18 belegte Luna Neef mit 11,49 Metern im Kugelstoßen Rang 13, über 100-Meter-Hürden landete Jana Faltermann im B-Finale in 15,20 Sekunden auf Rang fünf.