Schüler leiden unter äußeren Bedingungen beim 40. Stadtjugendsportfest

Nachdem im vergangenen Jahr das Zweibrücker Stadtjugendsportfest wegen starker Regenfälle ausgefallen war, litt die 40. Auflage gestern Nachmittag im Westpfalzstadion unter der großen Hitze.

Zweibrücken. Ungehindert strahlt die Sonne auf den Platz. Nur ein zartes Lüftchen befreit manchmal für einen kurzen Moment von der Hitze. Ruhig stehen die Kinder in der Schlange an den verschiedenen Stationen. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen wurde gestern im Westpfalzstadion zum 40. Mal das Stadtjugendsportfest veranstaltet.

„Für die Hitze ist die Teilnehmerresonanz okay“, betonte Reiner Lahm vom Sportamt. Insgesamt hatten sich 415 Kinder und Jugendliche angemeldet. „Die Teilnehmer stammen zum Großteil von Zweibrücker Schulen, aber auch Kinder aus anderen Orten, die in Zweibrücker Vereinen trainieren, sind beteiligt“, klärte Lahm auf. In verschiedenen Altersklassen und Disziplinen stellen sie ihre Sportlichkeit unter Beweis. Die Schüler der Jahrgänge 1997 bis 2000 bestreiten einen Dreikampf aus Sprint, Ballwurf und Weitsprung. Für alle Schüler, die 1995/96 geboren sind, standen fünf Disziplinen zur Auswahl, von denen maximal drei absolviert werden konnten.

„Im Sprint rechne ich mir größere Chancen aus.“

Manuel Stucky,
Mannlich-Realschule

Die zwölfjährige Lisa Burkart von der Friedrich-von-Schiller-Schule betreibt am liebsten Hoch- und Weitsprung. Ihre Lehrerin hat sie gemeldet, weil sie bei den Bundesjugendspielen als Zweitbeste abgeschnitten hatte. „Ich habe gerade geworfen, aber das war nicht unbedingt so gut“, erzählt sie. Auch Manuel Stucky, Schüler der Mannlich-Realschule, ist nicht glücklich über seine Leistung beim Wurf. „Aber im Sprint rechne ich mir schon größere Chancen aus.“

Sein Klassenkamerad Florian Schwarz stöhnt ebenfalls über die Hitze, aber das Sportfest gefällt ihm trotzdem sehr gut. Genau wie bei Stucky ist der Sprint ebenfalls seinen Paradedisziplin. Zu Unmut führt das bei den beiden nicht. „Wir sind zwar Konkurrenten, aber trotzdem Freunde“, beweist Stucky Sportsgeist.

Lehrer Alex O’Connor von der Hauptschule Mitte lobt die sportliche Entwicklung der Schüler. „Obwohl die hier verlangten Disziplinen nicht regelmäßig in der Schule trainiert werden können, kämpfen die Schüler, auch wenn sie oftmals das Nachsehen gegenüber den Vereinsathleten haben.“

Christine Meierhöfer vom LAZ Zweibrücken setzte sich beispielsweise im Hochsprung mit 1,40 Meter durch. Glanz wurde der Siegerehrung durch Stabhochspringerin Kristina Gadschiew, Zehnte bei der WM in Berlin, verliehen.

50-Meter-Lauf der Jungen Jahrgang 1999
Schon beim Start des 50-Meter-Sprints des Jahrgangs 1999 fällt eine Vorentscheidung über den späteren Sieger. Fotos: voj
Matthias Unruh beim Hochsprung
Matthias Unruh von der Hauptschule West meistert die Höhe.