Raphael Holzdeppe
Raphael Holzdeppe

Barcelona/Zweibrücken. Der Zweibrücker Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (Foto: pma) geht am Samstag ab 18 Uhr in sein erstes EM-Finale. Wie immer gibt sich der 20-Jährige vor einem großen Wettkampf gelassen. „Ich habe keinen Druck. Ich muss gucken, wie die anderen springen, und dann sehen, was geht“, meint der Athlet des LAZ Zweibrücken. Sein Hauptziel sei es, die Saisonbestleistung von 5,80 Metern zu bestätigen, vielleicht auch noch zehn Zentimeter draufzusetzen. „Wenn ich das schaffe, habe ich auch gute Chancen auf eine Medaille.“ Dann lässt sich der Schützling von Frauen-Bundestrainer Andrei Tivontchik doch in die Karten schauen. „Wenn ich mit 5,70 Metern eine Medaille holen kann, dann ist mir die Höhe auch egal“, sagt Holzdeppe. Allerdings machte der starke Wind in Barcelona den Stabhochspringern bereits in der Qualifikation am Donnerstag Probleme. „Es kann eine Windlotterie werden“, warnt der Sportsoldat. Haushoher Favorit am Samstag ist der Franzose Renaud Lavillenie, der Einzige, der in dieser Saison höher sprang als der Zweibrücker. Neben Holzdeppe hat sich mit Fabian Schulze ein weiterer Deutscher für das Finale qualifiziert. Der dritte Deutsche, Malte Mohr, hingegen hatte den Endkampf verpasst.