Las Palmas. Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor (Leverkusen) ist bei ihrem Saisonauftakt auf den Kanaren hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die 33-Jährige, deren Nichtnominierung für die Olympischen Spiele in Rio zu einem juristischen Nachspiel geführt hatte, belegte beim Winterwurf-Europacup in Las Palmas auf Gran Canaria mit 58,25 m nur den fünften Platz. Auch die deutsche Meisterin Christin Hussong (Zweibrücken) verpasste bei ihrem ersten Wettkampf des Jahres vorerst die Norm (61,40 m) für die Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August), landete mit 59 Meter auf Platz drei. Als Titelverteidigerin ist Molitor bereits für die Titelkämpfe in Großbritannien qualifiziert. Den Sieg sicherte sich die Slowenin Martina Ratej (60,66 m).

„Ich bin relativ zufrieden“, meinte Hussong zum ersten W ettkampf des Jahres unter schwierigen äußeren Bedingungen in Gran Canaria. „W ir hatten extrem viel Gegenwind“, sagte die Herschbergerin als Begründung, warum nur ein Speer jenseits der 60Meter-Marke landete. „Der letzte Wurf auf 59 Meter war so schon okay“, stellte die 22-Jährige nach dem Trainingslager in den vergangenen 14 Tagen im Süden Portugals fest, wo es auch nach Ostern wieder hingeht.

Am Samstag hatten Speerwerfer Julian Weber (Mainz) und Hammerwerferin Kathrin Klaas (Frankfurt) bereits die WM-Norm geknackt. Der Olympianeunte Weber siegte mit ganz starken 85,58 Meter und setzte sich an die Spitze der Weltrangliste. Die Weltmeisterschafts-Sechste Klaas kam auf 71,06 Meter und lag damit sechs Zentimeter über dem geforderten Richtwert. „Es war ein harter Kampf – mehr mit mir und meiner Technik als mit allem anderen“, meinte die WM-Sechste von 2015, die sich in Las Palmas nur der französischen WM-Dritten Alexandra Tavernier (71,71 m) geschlagen geben musst