Hürdensprinter des LAZ Zweibrücken könnte als Ersatzmann zur WM nach Berlin fahren – Heute DLV-Nominierung

Während der Hürdensprinter des LAZ Zweibrücken, Jens Werrmann, nach der DLV-Gala in Wattenscheid als Ersatzmann zur WM nach Berlin fahren könnte, hat Stabhochspringer Raphael Holzdeppe die Chance verpasst.

Jens Werrmann
Jens Werrmann

Wattenscheid/Zweibrücken. Der Hürdensprinter des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken, Jens Werrmann (Foto: pma), darf noch hoffen, mit seiner Vereinskameradin, Stabhochspringerin Kristina Gadschiew bei der Weltmeisterschaft in Berlin (15. bis 23. August) zu starten. Dagegen muss der Olympia-Achte von Peking, Raphael Holzdeppe (Foto: pma), bei der DLV-Gala in Wattenscheid alle Hoffnungen begraben. Bei der Einstiegshöhe von 5,42 Meter beendete er nach dem zweiten Versuch den Wettbewerb. Der U 23-Europameister hatte sich im Finale in Kaunas am Oberschenkel seines Sprungbeines verletzt und konnte deshalb in den vergangenen 14 Tagen keinen Wettkampf bestreiten. Aufgrund der erneuten Trainingspause fand der zweifache Junioren- Weltrekordler mit einer Bestleistung von 5,80 Meter gestern seinen Absprungrhythmus nicht. Der Wettbewerb, der von Steven Lewis (Großbritannien) mit 5,72 Meter gewonnen wurde, litt unter dem böigen Wind.

Raphael Holzdeppe
Raphael Holzdeppe

Noch gestern Morgen war auch der Start von Jens Werrmann fraglich. Auch er hatte sich bei einem Trainingslager des DLVWM- Teams in Kienbaum am Oberschenkel verletzt und war ebenso wie Raphael Holzdeppe in den vergangenen beiden Wochen beim Vereinsarzt Dr. Bernd Dörr in Behandlung. „Gestern Morgen habe ich nach 14 Tagen wieder meine ersten Starts gemacht“, erklärte der 24-Jährige. Demzufolge fehlte ihm in Wattenscheid zwischen den Hürden etwas „die Power“. Dennoch war der EM-Sechste von Göteborg 2006, der fast zwei Jahre verletzt war, mit seiner Zeit im Vorlauf von 13,59 Sekunden „sehr zufrieden“. Zumal der bereits für die WM-nominierte Alexander John mit 13,69 Sekunden als Neunter der beiden Vorläufe das Finale nicht erreichte.

„Ich bin auf jeden Fall der vierte Mann bei den deutschen Hürdensprintern“, erklärte Werrmann. Damit darf er sich berechtigte Hoffnungen nach seinem siebten Platz im Finale in 13,63 Sekunden machen, heute vom DLV als WM-Ersatzmann nominiert zu werden. „Auf jeden Fall bereite ich mich in dieser Woche mit den WM-Kandidaten in Kienbaum auf die WM vor.“