Am Freitag stellten beim LAZ Talent-Cup in der Dieter-Kruber-Halle 82 Schüler ihr sportliches Können in drei Disziplinen unter Beweis. Die Schulstaffel entschied das Hofenfels-Gymnasium für sich.

Zweibrücken. Das Leichtathletikzentrum Zweibrücken (LAZ) hat am vergangenen Freitag wieder seinen Talent-Cup veranstaltet, um Nachwuchssportler frühzeitig zu sichten. Die sieben bis 13-jährigen Jungen und Mädchen von sieben Schulen aus Zweibrücken und der Umgebung traten in der Dieter-Kruber-Halle in den Disziplinen Froschsprünge, 20-Meter-Sprint und Medizinball-Schocken an (wir berichteten kurz). „Kein Talent aus der Region soll uns verloren gehen“, meinte Karl-Heinz Werle, ehemaliger sportlicher Leiter des LAZ.

Schon so manch namhafter DLV-Athlet ist aus der Talentsichtung hervorgegangen. Beispielsweise trat hier der ehemalige Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe als junger Bub in Erscheinung. Ob auch in diesem Jahr solche Spitzensportler aus den Jahrgängen 2005 bis 2009 hervorkommen, wird erst die Zukunft zeigen. In jedem Fall haben die LAZ-Trainer ganz genau hingeschaut, was die Kinder und Jugendlichen an motorischer Begabung hingelegt haben. Diese bekamen schon beim Betreten der Dieter-Kruber-Halle eine Übersicht ihrer namhaften Vorgänger. Da prangern die aktuellen Kaderathleten um Raphael Holzdeppe von riesigen Bannern an der Wand und strahlen herunter auf die Teilnehmer des Talent-Cups. Auf der Laufbahn im Innern warteten LAZ-Sportler wie Speerwerferin Christin Hussong, Sprinterin Sina Mayer oder Kristina Gadschiew (Stabhochsprung) auf die Teilnehmer, um sie in ihren Jahrgängen gestaffelt zu begrüßen und in die Übungen einzuweisen. Nicht ganz so überfüllt wie in den letzten Jahren war das Event am Freitag. In den Vorjahren tummelten sich um die 300 Sportler aus gut 20 Schulen beim Talent-Cup, in diesem Jahr hat es eine Reihe an Absagen gegeben und das Reglement wurde soweit abgeändert, dass nur noch Kinder teilnehmen durften, die nicht ohnehin schon beim LAZ trainieren. Insgesamt 82 Kinder aus sieben Schulen traten in den Wettkämpfen an. Die Hieronymus-Bock-Grundschule stellte mit 28 Jungen und Mädchen die meisten Teilnehmer, vor der Albert-Schweitzer-Schule (23), dem Hofenfels-Gymnasium (13), dem Helmholtz-Gymnasium (zehn), der Hilgardschule (fünf ), der Grundschule Bechhofen (zwei) und Leonie Ruhstorfer, die als Einzige für die Pestalozzischule an den Start ging und beachtliche 2500 Punkte, alleine für ihre sportlichen Leistungen einheimste.

An der Ziellinie des 20-Meter-Sprints, der per Lichtschranke exakt gemessen wurde, beobachtete Stabhochsprungtrainer Andrei Tivontchik genau die Zieleinläufe und schrieb so manchen Namen auf seinen Notizblock. Bei der Zusatzübung, dem Zielwurf auf eine gut 15 Meter von den Werfern aufgehängte Plane, schaute etwas abseits vom Geschehen sitzend, LAZ-Wurftrainer Udo Hussong aufmerksam zu. Wer wirft technisch sauber und mit Druck, darauf achtete der Vater und Trainer von Christin Hussong in erster Linie. Die Olympiastarterin und Kristina Gadschiew gingen immer wieder in die Hocke und simulierten den Abwurf des Medizinballs, um den Kindern zu veranschaulichen, worauf es beim Medizinball-Schocken ankommt. Den Abschluss machte dieses Mal nicht der Schulstaffel-Lauf, sondern ein 1000-Meter-Crosslauf. Dazu verließ man dann doch mal die Halle um teils auf der Stadionbahn, teils auf dem Gelände um die Halle die Zeiten im Dauerlauf zu ermitteln.

Ergebnis der Schulwertung ( gewertet wurden die punktbesten acht Teilnehmer jeder Schule): 1. Hofenfels-Gymnasium mit 26900 Punkten, 2. Albert-Schweitzer-Schule (24020), 3. Hieronymus-Bock-Grundschule (23860), 4. Helmholtz-Gymnasium (22865), 5. Hilgardschule (9160), 6. Grundschule Bechhofen (7020) und 7. Pestalozzischule (2500).

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
18.11.2016 Talent-Cup 2016 Zweibrücken (Deutschland)