Leichtathletik: LAZ-Stabhochspringerin gewinnt Meeting in Regensburg mit 4,55 Metern

Ein paar Wettkämpfe Anlauf hat sie gebraucht, doch jetzt ist es geschafft. LAZ-Stabhochspringerin Kristina Gadschiew hat beim Meeting in Regensburg die Norm für die WM in Berlin übersprungen.

Zweibrücken/Regensburg. Stabhochspringerin Kristina Gadschiew vom LAZ Zweibrücken hat ihre Ansprüche auf eine Nominierung für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin geltend gemacht. Beim Meeting in Regensburg gewann sie souverän den Stabhochsprungwettbewerb mit übersprungenen 4,55 Metern. Damit erfüllte sie erstmals die WM-Norm und zog höhengleich mit Silke Spiegelburg (Leverkusen) und der Mainzerin Anna Battke, die mit 4,40 Metern in Regensburg Zweite wurde vor Martina Strutz. „Ich bin total erleichtert“, freute sich die Studentin, die neben der WM auch bei der Universiade antreten will. „Heute hat alles gut gepasst.“ Die 4,55 Meter waren zudem neue persönliche Bestleistung. „Aber dass ich die Norm geschafft habe, ist viel besser“, meinte Gadschiew. „Ich hoffe doch, dass ich noch mehr Reserven habe.“ Neben Spiegelburg und Battke gibt es noch einige deutsche Springerinnen, die die Norm durchaus noch schaffen können. Endgültig entschieden über die WM-Tickets wird bei der Deutschen Meisterschaft Anfang Juli in Ulm. Da hofft Gadschiew auf bessere Nerven. Im vergangenen Jahr lag sie lange auf Olympia-Kurs, bei der entscheidenden Deutschen Meisterschaft zog sie dann aber als Vierte den Kürzeren. Besser geklappt hatte es da im Winter in der Halle, als sie sich den Start bei der Hallen-Europameisterschaft sicherte und dort auch ins Finale sprang.

Natasha Benner vom LAZ überquerte in Regensburg die neue Saisonbestleistung von 4,20 Metern und wurde damit Fünfte. „Mit den Sprüngen war ich nicht so zufrieden, ich fühlte mich ein wenig müde“, berichtete die Abiturientin. Die Norm von 4,05 Metern für die Junioren-EM im serbischen Novi-Sad hat sie bereits mehrmals übersprungen. Bereits am Freitag waren Gadschiew und Benner beim Stabhochsprungmeeting in Saulheim am Start gewesen. Diesmal lautete das Ergebnis umgekehrt zu dem von Regensburg. Battke siegte mit 4,55 Metern, Gadschiew wurde Zweite mit 4,40 Metern. Natasha Benner gewann in Saulheim den Juniorinnen-Wettbewerb mit 4,10 Metern, Ann-Katrin Schwarz vom LAZ wurde Fünfte.

Später am Abend in Regensburg gingen die beiden LAZ-Hürdenasse Jens Werrmann und Marlon Odom auf die Strecke. Die neue Trainingsgemeinschaft zwischen dem angehenden Bundespolizisten und dem Deutsch-Amerikaner scheint sich auszuzahlen. In Abwesenheit der Leipziger Hürdensprinter gewann Odom das Finale über 110 Meter Hürden in 13,66 Sekunden vor Werrmann (13,70 Sekunden). Beide hielten die übrige Konkurrenz deutlich auf Abstand.

Stabhochspringerin Kristina Gadschiew bei der Hallen-EM
Noch einmal das Nationalmannschaftstrikot tragen wie hier bei der Hallen-EM möchte Kristina Gadschiew (LAZ) bei der WM in Berlin. Foto: dpa