Stabhochspringer Raphael Holzdeppe in Amsterdam als bester Nachwuchsathlet geehrt

Stabhochspringer Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken hat ein Superjahr hinter sich. Morgen Abend wird er in Amsterdam nun auch als Europas bester Nachwuchsleichtathlet ausgezeichnet.

Zweibrücken. Um neun Uhr morgens startet das Flugzeug in Frankfurt, das Leichtathlet Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken und seine Eltern nach Amsterdam bringt. Abheben ist der Stabhochspringer ja gewöhnt, in diesem Jahr stellte er immerhin zwei Junioren-Weltrekorde auf, wurde Junioren-Weltmeister und belegte Platz acht bei den Olympischen Spielen in Peking – noch vor den anderen deutschen Top-Springern. Aus diesem Grund gab der europäische Leichtathletik-Dachverband EAA Ende September bekannt, den 18-Jährigen zum besten Nachwuchsathleten Europas gekürt zu haben, bezeichnete den Zweibrücker als „aufgehenden Stern des Jahres“.

Morgen Abend geht in Amsterdam nun die offizielle Ehrung über die Bühne. „Das ist die größte Auszeichnung, die ich je bekommen habe. Ich freue mich schon riesig darauf“, verriet der Schüler des Helmholtz-Gymnasiums. Nach den Olympischen Spielen hatte er eine ganze Reihe von Ehrungen empfangen. Was ihn bei der Verleihung erwartet, weiß er aber noch nicht. „Ich sollte eigentlich einen Brief bekommen, wo der Ablauf drin steht und auch, wer mir den Preis überreicht. Aber bisher ist leider noch nichts angekommen.“ Nur, dass es eine sehr festliche Veranstaltung wird, weiß er schon. „Ich werde also auch einen schwarzen Anzug tragen“, verrät Raphael.

Doch trotz aller Höhenrekorde und Auszeichnungen – der Zweibrücker Überflieger ist mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben. Der Rummel macht ihm zwar Spaß – „Ich freue mich darauf, wieder Interviews zu geben“ – aber er lässt sich davon nicht beeinflussen. „Ich bin immer noch ganz normal, ich fühle mich nicht als Star oder so“, sagt er konsequent.

In wenigen Monaten stehen bei dem LAZ-Athleten schon die Abiturprüfungen an und auch Entscheidungen für die Zukunft müssen getroffen werden, etwa ob die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Frage kommt. Auch das Training für die Hallensaison hat bereits begonnen. „Im Januar bestreite ich dann meinen ersten Wettkampf“, erzählt Holzdeppe.

Stabhochsprung-Junioren-Weltmeister Raphael Holzdeppe
Er flog so hoch wie kein Stabhochsprung-Junior zuvor: Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken. Foto: pma