Die saarländischen Leichtathleten konnten sich am Donnerstag in Kaiserslautern beim „Pokal der Freundschaft“ über einen Doppelsieg freuen. Mit der Frauen- und Männermannschaft verteidigten sie ihren Vorjahreserfolg bei dem traditionellen Ländervergleich zwischen den Verbänden aus der Pfalz, dem Rheinland, dem Saarland, Luxemburg, Elsass und Lothringen. Allen voran zeigte die 21-jährige Stabhochspringerin Anna Felzmann (LAZ Zweibrücken) starke Form.

Die beste Tagesleistung ging bei der insgesamt schon 54. Auflage der Veranstaltung auf das Konto der Gastgeber aus der Pfalz. Im Stabhochsprung der Frauen steigerte die Zweibrückerin Anna Felzmann ihre bisherige Bestleistung von 4,00 Metern aus der letzten Saison auf starke 4,30 Meter und verzichtete anschließend auf weitere Versuche. „Mit 4,20 Metern habe ich gerechnet“, verriet ihr Heimtrainer Andrei Tivontchik. „Das war schon sehr gut heute.“

Auch bei den Männern gab es im Stabhochsprung durch Daniel Clemens einen Zweibrücker Sieg. Mit übersprungenen 5,20 Metern verwies er den Luxemburger Sébastien Hoffelt mit 5,00 Metern bei wechselhaftem und windigem Wetter auf Platz zwei.

Esther Eisenlauer doppelt erfolgreich

Im Speerwurf der Frauen überzeugte die Saarbrückerin Esther Eisenlauer mit 55,46 Metern und ließ die luxemburger Rekordhalterin Noémie Pleimling mit 47,95 Metern klar hinter sich. Vorher sicherte sich Esther Eisenlauer mit 43,50 Metern bereits den Sieg im Diskuswurf und steuerte wichtige Punkte für den saarländischen Gesamtsieg bei.

Bei den Männern kehrte Speerwerfer Alexander Vieweg (LAZ Zweibrücken) nach langer Verletzungspause ins Wettkampfgeschehen zurück. Mit seinen 67,91 Metern war der ehemalige Olympiateilnehmer aber überhaupt nicht zufrieden und belegte nur Rang zwei hinter dem Luxemburger Tun Wagner mit 71,32 Metern.

Patrick Schönball siegt von der Spitze

„Ich wollte eigentlich Richtung 75 Meter werfen, was beim Einwerfen auch ganz gut geklappt hat“, ärgerte Vieweg sich. „Im Wettkampf habe ich den Karbon-Speer bei dem Gegenwind dann im falschen Winkel angestellt. Das wichtigste ist aber, das ich wieder schmerzfrei werfen kann. Jetzt brauche ich einfach Wettkämpfe, um wieder richtig reinzukommen.“

Über 800 Meter setzte sich der Pfälzer Patrick Schönball (ABC Ludwigshafen) gleich zu Beginn an die Spitze des Feldes und siegte souverän in 1:51,68 Sekunden. Ähnlich souverän präsentierten sich auch die Sieger über 3.000 Meter. Bei den Frauen siegte Linda Betzler (LG Rhein-Wied) in 10:09,71 Minuten für das Rheinland, während sich der Rehlinger Philipp Stief zudem über eine neue Bestzeit freuen konnte. Der Hallen-DM-Finalist über 1.500 Meter steigerte sich um etwa zwölf Sekunden auf 8:23,83 Minuten und holte die volle Punktzahl für das Saarland.

Marlon Odom setzt sich durch

Wichtige Punkte für den Gesamtsieg steuerten auch Simon Kirch als Sieger in 10,88 Sekunden über 100 Meter sowie Timothy Abeyie, sein Trainingskollege und Vereinskamerad beim SV Schlau.com Saar 05, als Sieger in 21,41 Sekunden über 200 Meter bei. Der Ghanaer führte auch die abschließende Staffel als Schlussläufer zum Sieg.

Über 110 Meter Hürden setzte sich Marlon Odom (LAZ Zweibrücken) in 14,10 Sekunden bei leichtem Gegenwind vor Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) in 14,26 Sekunden durch. Der Zehnkämpfer aus dem Rheinland belegte mit 7,22 Metern auch im Weitsprung den zweiten Platz. Hier siegte der Saarbrücker Jan Uder aus verkürztem Anlauf mit starken 7,56 Metern. Bei den Frauen ging der Sieg mit genau 6,00 Metern an Celine Leffler (SCC Koblenz-Karthause).

Bestleistung für Sophie Gimmler

Im Hammerwurf setzte sich der deutsche Vizemeister Andreas Sahner (LC Rehlingen) mit 64,17 Metern klar gegen die Konkurrenz durch, obwohl er derzeit bei der Bereitschaftspolizei viele Überstunden machen muss und noch erheblichen Trainingsrückstand hat.

Bei den Frauen konnte sich die deutsche U18-Meisterin Sophie Gimmler (LV Merzig) über eine neue Bestleistung mit dem Vier-Kilo-Hammer freuen. Da ein noch weiterer Versuch aber neben dem Sektor landete, reichten ihre 53,81 Meter aber dennoch nur zum zweiten Platz hinter Julia Fehr (TSG Mutterstadt), die für die Pfalz auf 54,31 Meter kam.

Mannschaftswertung Frauen:

  • Saarland (67 Punkte)
  • Luxemburg (59,5 Punkte)
  • Rheinland (58,5 Punkte)
  • Pfalz (51 Punkte)
  • Elsass (44 Punkte)
  • Lothringen (15 Punkte)

Mannschaftswertung Männer:

  • Saarland (70 Punkte)
  • Luxemburg (62 Punkte)
  • Pfalz (53 Punkte)
  • Rheinland (52 Punkte)
  • Elsass (46 Punkte)
  • Lothringen (4 Punkte)