Weniger als zwei Monate haben die Arbeiten an der Laufbahn im Westpfalzstadion gedauert. Auch die Kosten sind mit 380 000 Euro niedriger ausge- fallen als zunächst von der Stadt veranschlagt.

Zweibrücken. Die Umbauarbeiten der neuen Laufbahnanlage im Westpfalzstadion sind abgeschlossen. Gestern Vormittag wurde der Leichtathletikbereich wieder für alle Sportler freigegeben, bereits am vergangenen Freitag war die offizielle Abnahme der Anlage durch die Stadt.

In weniger als acht Wochen sind zirka 7 900 Quadratmeter Fläche und 400 Meter Regenablaufrinne komplett erneuert worden. Die Tiefbaufirma Kempf und das Unternehmen Everplay, zuständig für den Austausch der Tartanbeläge, hatten seit dem 2. Juni fast rund um die Uhr im Westpfalzstadion gearbeitet. Durch den hohen Verschleiß der 25 Jahre alten Laufbahn war ein sicherer Halt der Läufer nicht mehr gewährleistet, und die Elastizität der Tartandecke hatte ebenfalls unter der starken Beanspruchung gelitten. Auch an der Entwässerungsrinne hatte der Zahn der Zeit genagt, die spröden und brüchigen Teilstücke wurden ebenfalls ersetzt. Im Bereich der Weit-, Speer- und Stabhochsprunganlage wurde wegen der stärkeren Abnutzung die Dicke der Tartanbeläge verstärkt. Auf der Ostseite der Anlage (Richtung Kunstrasenplatz/LAZ-Halle) können jetzt ebenfalls 100 Meter-Läufe und sogar 110 Meter Hürden-Läufe durchgeführt werden. Zehn bis 15 Jahre soll der neue Belag in der Sportanlage bei entsprechender Pflege halten. Laub und Staub werden durch eine Kehrmaschine beseitigt, zudem muss alle paar Jahre das Gummigranulat per Hochdruckreiniger vom Schmutz befreit werden.

Anfang Juli hatte starker Regen noch zu Verzögerungen beim Einbau der Laufbahn geführt (wir berichteten). Dennoch sei es gelungen, den anvisierten Termin Ende Juli einzuhalten, erklärte UBZ-Chef Werner Boßlet bei der gestrigen Begehung. „Der gesamte Umbau lief schneller als geplant. Die Anlage ist ab sofort wieder nutzbar. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle, die an dem Projekt beteiligt waren.“

Auch die Kosten sind geringer ausgefallen als zunächst von der Stadt veranschlagt. Statt der geplanten 402000 Euro kosten die Sanierungsarbeiten nur rund 380 000 Euro. Das Innenministerium bezuschusst den Umbau zudem mit 60 Prozent. Und nicht nur die Zweibrücker Leichtathleten dürfen sich über die Ausbesserungen freuen. Auf den SVN Zweibrücken warten am 6. August im ersten Regionalliga-Heimspiel der Saison beste Bedingungen. „Während der Arbeiten hatte auch der Rasen im Westpfalzstadion Ruhezeit. Durch diese Regenerationsphase ist das Grün jetzt in einem Topzustand und sieht so gut aus, wie seit Jahren nicht mehr“, erklärte der Leiter des städtischen Sportamtes, Thomas Deller.