Höhenflüge zum Achten. Nach vier vielbeachteten Open-Air-Meetings im Sommer und drei Winter-Auflagen in der Halle werden sich am kommenden Wochenende Stabhochspringer von Rang und Namen aufs Neue in Zweibrücker Höhen aufschwingen. Mit der vierten Austragung zieht nun der Hallenstürmer-Cup am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Januar, mit dem Freiluft-Pendant Himmelsstürmer-Cup gleich.

„Höhenflüge bis unter die Hallendecke“ versprechen fürs Wochenende einmal mehr die Organisatoren vom Leichtathletik-Zentrum (LAZ) Zweibrücken: Am kommenden Samstag sowie am Tag darauf, 30. und 31. Januar, laufen wieder Stabhochspringer von nationalem, internationalem und Welt-Format beim Hallenmeeting in der südwestpfälzischen Springer-Hochburg auf.

Nach zwei Ausflügen in die Westpfalz-Halle ist nunmehr zum zweiten Mal die Dieter-Kruber-Halle der Schauplatz des Geschehens. Damit sei auch einmal mehr „Wohnzimmer-Atmosphäre“ garantiert, betonen die Ausrichter vom LAZ. Im Gegensatz zur Westpfalz-Halle bietet die vereinseigene Wettkampfstätte für die Ausrichtung des Wettbewerbs vielerlei Vorteile.

Erstmals hatten die „Hallenstürmer Ende Februar vergangenen Jahres in der Vereins-Heimstatt zum Stab gegriffen. Auch das Sommermeeting – längst weithin unter dem Gütesiegel „Himmelsstürmer-Cup“ zu hohem Bekanntheitsgrad gelangt – war im vergangenen Sommer sozusagen heimgekehrt. Die Springer hatten statt in der Innenstadt im Westpfalz-Stadion Anlauf genommen.

Ein hochkarätiges Teilnehmer-Feld zu präsentieren, ist erklärter Anspruch der LAZ-Verantwortlichen um Bernhard Brenner und Alexander Vieweg. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter sowie sportliche Leiter haben allerdings erneut nicht allzu große Klimmzüge machen müssen: Inzwischen haben die beiden Meetings ein Renommee erlangt, das Top-Athleten durchaus veranlasst, selbst mal nachzufragen, ob im Starterfeld noch ein Plätzchen frei sei. Nicht nur angesichts des regen Interesses bei solch erfolgreichen Stabhochspringern erwarten die Organisatoren diesmal erklärtermaßen eines: Dass die bisherigen Rekorde purzeln.

Die Starterplätze sind rarer gesät als in den vergangenen Jahren. Allenfalls zehn Starter, jeweils im Feld der Frauen sowie bei den Männern, sind vorgesehen, wenn am Sonntag die Elite zum Sturm Richtung Hallendecke bläst. Das reduzierte Feld soll zur Straffung beitragen, den Wettbewerb zeitlich nicht allzu sehr ausufern lassen

Der unumstrittene Star des Tages wird am Sonntag wieder ein Weltmeister sein, der sich die Gelegenheit zum Abheben in seiner Heimatstadt abermals nicht entgehen lässt. Lokalmatador Raphael Holzdeppe führt das Elitefeld an. Der Weltmeister von 2013 hat seinerzeit, vor nunmehr zweieinhalb Jahren, just vorm Himmelsstürmer-Cup in Zweibrücken seinen bislang größten Triumph feiern dürfen. Beim Open-Air-Meeting auf dem Herzogplatz war er wenige Tage nach dem WM-Erfolg heimgekehrt; LAZ-Kameraden, Zweibrücker und ihre zum Wettkampf wie zum Empfang angereisten Gäste hatten ihrem frischgebackenen Weltmeister wahrlich auch ein weltmeisterliches Willkommensfest bereitet.

Holzdeppe hat mit seiner persönlichen Bestleistung von 5,91 Metern die Latte buchstäblich sehr hoch gelegt. Neben ihm wird mit Daniel Clemens (Bestleistung 5,60 Meter, größter Erfolg war bislang ein dritte Platz bei den U-23-Europameisterschaften) am Sonntag ein weiterer Lokalmatador seine ohnehin bestens bekannte sportliche Visitenkarte in der Heimatstadt abgeben.

Der WM-Finalteilnehmer Tobias Scherbarth aus Leverkusen komplettiert das deutsche Trio in der Männerkonkurrenz. Für deren Qualität spricht auch, dass aus Frankreich der Sieger des bis dato letzten Hallenstürmer-Cups, Stanley Joseph, anreisen will. Joseph hatte mit 5,51 Metern vor Jahresfrist den Mörsbacher Clemens nur der geringeren Zahl an Fehlversuchen wegen hinter sich lassen können.

Die für Leverkusen startende Silke Spiegelburg (persönliche Bestleistung: 4,82 Meter) ist die auf dem Papier zumindest stärkste Starterin im Hauptfeld der Frauen. Konkurrenz kommt in Gestalt der beiden Französinnen Vanessa Boslak und Marion Fiack, beste Hochspringerin des Nachbarlandes. Einheimische Größen sind Anna Felzmann und die in Kaiserslautern studierende, von daher in Zweibrücken trainierende Luxemburger Athletin Gina Reuland, deren Bestleistung bei 4,30 Metern liegt.

Rund 600 Zuschauer können in der Dieter-Kruber-Halle Platz finden. 500 waren im vergangenen Jahr gekommen. Am Samstag ist zunächst der Nachwuchs an der Reihe; los geht es um 15 Uhr. Die Frauen sind dann beim Elite-Vergleich am Sonntag zuerst an der Reihe, Beginn ist um 14 Uhr. Ab 16 Uhr etwa geht es los mit der Aufwärmphase der Männer. Dank der überschaubaren Felder in den Hauptspringen sollte sich der Wettbewerb nach Einschätzung der Organisatoren vom LAZ nicht bis allzu spät in die Abendstunden hinein ziehen.

Info

  • Vierter Hallenstürmer-Cup. Am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Januar, in der Dieter-Kruber-Halle in Zweibrücken. Der Nachwuchs-Wettbewerb beginnt am Samstag um 15 Uhr. Am Sonntag springt die Elite der Frauen ab 14 Uhr, die Männer packen die Stäbe um 16 Uhr aus. 
  • Eintrittskarten für den Hallenstürmer-Cup in Zweibrücken gibt es bereits im Vorverkauf zu fünf Euro, für ermäßigte Tickets sind drei Euro fällig. Zu haben sind die Karten unter anderem in der Zweibrücker Geschäftsstelle der RHEINPFALZ, Rosengartenstraße.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
30.–31.01.2016 Hallenstürmer-Cup 2016 Zweibrücken (Deutschland)